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Die Diaspora ist die Migration verschiedener menschlicher Kolonistengruppen, ausgehend von Alterde auf andere bewohnbare Welten der umliegenden Galaxis.

Sie begann am 30. September 2103 CE, als das Kolonieschiff Prometheus erfolgreich das Sol-System verließ. 2103 CE wurde in der Folge als das Jahr 1 nach der Diaspora ( Jahr 1 PD) bezeichnet, der neuen Zeitrechnung, die sich in den Folgejahrhunderten entwickelte. Die erste extrasolare Kolonie der Menschheit war der Planet Beowulf im Sigma Draconis System, 60 Lichtjahre von Sol entfernt. (UHH)

Die frühen Kolonisationsbemühungen erfolgten mit relativ einfachen, unterlichtschnellen Generationenschiffen, deren Besatzung von der Erde aufbrach in dem Wissen, niemals selbst einen Fuß auf die Zielwelt zu setzen. Überwacht und koordiniert wurden diese ersten Auswandererwellen von der Administration für extrasolare Operationen. Eine signifikante Verbesserung der Kryo-Technologie ermöglichte den Bau von Schläferschiffen, auf denen die Kolonisten die Reise im Kälteschlaf verbrachten. Ungeachtet dessen reisten die Kolonieschiffe weiterhin unterlichtschnell durch den Normalraum, um ihr Ziel zu erreichen, da der kaum erforschte Hyperraum mit seinen Gravwellen zu gefährlich für ein Kolonistenschiff war.

Mit den Kolonieschiffen verließen zu diesem Zeitpunkt auch viele gut ausgebildete Personen die Erde, was zunächst unter Anderem einen beständigen Verlust für die irdische Wirtschaft und "Brain-Drain" bedeutete. Die Regierung der Erd-Union, die im 3. Jahrhundert PD bestand, hätte deshalb die Koloniebewegung aufgrund des Einflusses der "Erde-zuerst"-Gruppierung und anderer anti-expansionistischer Gruppen durch gegenläufige Gesetze und Regelungen fast zum Erliegen gebracht. Nach dem Ökonomischen Winter von 252 PD und einem anschließenden Machtwechsel begann jedoch eine lange Ära des Wohlstands und der Expansion. (HHA6)

Den finalen Durchbruch erreichte die Diaspora mit der Erfindung von Impellerantrieb und Warshawski-Segel. Nun waren Kolonieschiffe in der Lage, gefahrlos im Hyperraum zu reisen und ihre Ziele innerhalb von Wochen oder Monaten anstatt von Jahrhunderten zu erreichen. Im Laufe der nächsten Jahrhunderte wurden Tausende von Planeten besiedelt, einige mit mehr Erfolg als andere, und zahlreiche große und kleine Sternnationen bildeten sich in einer Sphäre von etwa 200 bis 1000 Lichtjahren rund um das Sol-System. Die Koloniewelten rund um die Erde waren aufgrund ihrer frühen Besiedlung am weitesten entwickelt und gründeten schließlich die Solare Liga, eine interstellare Föderation, die zum mächtigsten politischen, wirtschaftlichsten und militärischen Gebilde in der Geschichte der Menschheit aufsteigen würde. (UHH)

Gentechnische Manipulationen des menschlichen Genoms war während der Diaspora sehr verbreitet. Viele Kolonisten wurden zu Beginn der Kolonisation gezielt an das Leben in ihren neuen Heimatwelten angepasst. Dies führte zu physischen Unterschieden, die sich teils deutlich von denen unterscheiden, die bei Menschen vor der Diaspora üblich waren. Die Praxis, Menschen gezielt zu verändern, wurde indes nach den Schrecken des Letzten Krieges von Alterde von den meisten Welten auf Initiative Beowulfs geächtet. (HH9, COS1)

Der Mensch begegnete während der Diaspora auch einer Reihe anderer empfindungsfähiger Arten. Eine dieser Begegnungen verlief äußerst schlecht, als die menschlichen Siedler auf dem Planeten Barstool die einheimischen Amphoren auslöschten. Andere erste Kontakte, wie die mit den Sphinx-Baumkatzen, waren erfolgreicher. (SK1)

Im Jahr 1923 PD ist die Diaspora nach wie vor im Gange. Die Solare Liga, einst Hauptnutznießer der Auswanderungswellen von Alterde, ist mittlerweile die Hauptquelle für weitere Kolonisationsunternehmen. Migrationsbewegungen zwischen kolonisierten Planeten und Sternnationen gehören zum Alltag und nach wie vor dringt die Menschheit beständig in neue Gebiete vor. Befeuert wurde dies über die Jahrhunderte von der beständig in alle Richtungen expandierenden Liga. Ihre Expansion verschob auch beständig die so genannte Randzone immer weiter in den Weltraum hinaus, ein ständiger Strom neuer Kolonieschiffe, deren Passagiere auf zuvor unerreichbaren, zu isolierten oder unbekannten Welten ihr Glück suchen.

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