Honor Harrington Wiki
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Erste Schlacht von Basilisk
Teil von: Vorabend Erster Havenkrieg
Battlesign RMN vs RHN PN.png
Datum 1901 PD
Ort Basilisk System
Grund Unternehmen Odysseus
Ausgang Manticoranischer Sieg
Territorium Sternenkönigreich von Manticore
Konfliktparteien
Royal Manticoran Navy Volksflotte von Haven
Befehlshaber
Commander Honor Harrington Captain Johan Coglin
Truppenstärke
1 CL 1 QS
Verluste
1 CL (irreparabel) 1 QS (Totalverlust)

Die Erste Schlacht von Basilisk war Folge und Teil von Operation Odysseus


Vor der Schlacht[]

Die Volksrepublik Haven versuchte mit Operation Odysseus, das Sternenkönigreich von Manticore aus dem Basilisk System zu verdrängen. Zu diesem Zweck sollte ein Eingeborenenaufstand auf dem Planeten Medusa Inszeniert werden, um mit dem daraus resultierenden Massaker an Fremdweltlern ein Eingreifen der Haven Navy zu rechtfertigen und isolationistische Tendenzen in der manticoranischen politik zu verstärken.

Als jedoch der geplante Eingeborenenaufstand auf Medusa außer Kontrolle geriet und verfrüht begann, verließ das Q-Schiff VFHS Sirius, das mit einem angeblichen Triebwerksschaden im Orbit gelegen hatte, die Umlaufbahn, um das System zu verlassen. Captain Coglins Absicht war dabei, den für die Besetzung des Systems abgestellten havenitischen Kampfverband zu erreichen und die Schiffe zurückzuhalten, da das Unternehmen gescheitert war.

Commander Harrington an Bord von HMS Fearless konnte indessen nicht wissen, was die Sirius vorhatte und befahl dem Schiff zu stoppen und für eine Durchsuchung beizudrehen - dies hätte allerdings die Anwesenheit eines havenitischen Kriegsschiffes und regulärer Flottenabgehöriger in manticoranischem Raum enthüllt, daher konnte Coglin dieser Aufforderung nicht Folge leisten. Die Sirius machte daraufhin gegen die sie verfolgende Fearless gefechtsklar, wobei sie sich unabsichtlich durch das Absprengen der Tarnplatten über den Geschützen verriet. Dadurch war die Fearless vorbereitet, als die Sirius das Feuer eröffnete.


Beteiligte Flotten[]

Von der Tonnage und der Anzahl der Schiffe waren die Verhältnisse zwischen beiden Parteien (RMN und VFH) sehr unausgewogen. Das havenitische Q-Schiff masste 7 Millionen Tonnen und besaß die Armierung eines Schlachtschiffes, der manticoranische Leichte Kreuzer HMS Fearless war dagegen als vorheriger Versuchsträger mit einer experimentellen und auf konventioneller Ebene stark unterlegenen Bewaffnung ausgerüstet. Seine experimentelle Breitseitenbewaffnung aus Gravolanze und Energietorpedowerfern war im Distanzgefecht nutzlos.

Royal Manticoran Navy (RMN)[]


Volksflotte von Haven (VFH)[]


Schlachtverlauf[]

Beide Schiffe führten das Gefecht zunächst nur mit der Jagdbewaffnung - die Sirius, weil Captain Coglin so schnell wie möglich die Hypergrenze erreichen wollte, die Fearless, weil die Breitseite für Gravolanze und Energietorpedeowerfer ausgeweidet worden war und konventionell nur noch 2 Raketenwerfer und 1 Laser vorhanden waren. Dabei verfügte die Fearless über 2 Werfer im Bug und die Sirius über 6 Werfer in der Heck-Jagdbewaffnung. Die Sirius schaltete nach dem ersten Treffer der Fearless auf Schnellfeuer und feuerte für jede Rakete, die das manticoranische Schiff ihr hinterherschoss, 12 Raketen zurück, was die Fearless zu einem erratischen Ausweichkurs zwang. Aufgrund des schweren Beschusses musste sie kurz darauf einen ersten Treffer hinnehmen, der ihren Bugimpellerring beschädigte und Fusionsraum Eins unter Vakuum setzte.

Beide Schiffe landeten im Lauf des Gefechts weitere Treffer an ihrem Gegner, wobei die Fearless prozentual mehr Raketen durchbrachte - dafür waren die Raketen der Sirius größer.

Die Sirius landete schließlich einen erneuten Treffer auf der Fearless, der das vordere Fusionskraftwerk weiter beschädigte und von den Steuerleitungen trennte - der Raktor war damit steuerlos und drohte zu versagen. Gerade als die Reparatur der Leitungen erfolgt war und die Leitende Ingenieurin, Lieutenant Commander Dominica Santos das Kraftwerk herunterfahren wollte, erlitt die Fearless einen weiteren Treffer, der den Reaktor endgültig außer Kontrolle geraten ließ. Der LI blieb nichts anderes übrig, als den Reaktor per Notauswurf ins All zu schleudern. Sie selbst, Lieutenant Allen Manning und Technikerin Angela Earnhardt, die zu diesem Zeitpunkt einzigen im Fusionsraum noch lebenden Personen starben bei der unmittelbar außerhalb des Schiffes erfolgenden Explosion des Reaktors durch die in den Rumpf zurückschlagende Feuerwand.

Die Explosion des Reaktors praktisch im Kontakt mit der Schiffshülle fügte der Fearless schwere Schäden zu, verwüstete die komplette Backbordbreitseite und tötete 42 Besatzungsmitglieder. Der Impellerkeil verlor massiv an Leistung, geriet aus dem Gleichgewicht und das Schiff war nicht mehr in der Lage, die Verfolgung fortzusetzen. Die Sirius wäre nun in der Lage gewesen zu entkommen. Doch die Fearless war mit ihren Schäden und Sensoraufzeichnungen der greifbare Beweis dafür, dass ein havenitisches Q-Schiff in manticoranischem Raum auf ein Schiff der RMN gefeuert hatte.

Um diesen Beweis zu vernichten und auch, um das Schiff zu bestrafen, dass sich in den vorherigen 40 Minuten so hartnäckig der Zerstörung widersetzt und die Sirius beträchtlich beschädigt hatte, ließ Captain Coglin beidrehen und näherte sich auf Energiewaffendistanz, um die vermeintlich wehrlose Fearless zu vernichten.

Commander Harrington liess die Sirius herankommen und feuerte auf 100.000 Kilometern mit der Gravolanze. Dieser Schuss zerstörte den Seitenschild des Q-Schiffes und bevor Captain Coglin reagieren konnte, wurde VFHS Sirius von den Energietorpedobatterien der Fearless zerstört. Es gab keine Überlebenden.


Gesamtverluste[]

RMN

  • Schwerste Schäden (irreparabel) an HMS Fearless, 107 Tote, 58 Verwundete, das entspricht 59 Prozent der Besatzung unter Ausschluss der vor dem Gefecht zur Erfüllung anderer Aufgaben von Bord kommandierten Besatzungsmitglieder.

VFH


Folgen der Schlacht[]

Für die Volksrepublik Haven war der Zwischenfall ein diplomatisches Desaster, obwohl sie versuchte, die Ereignisse als unprovozierten Angriff darzustellen, wobei die wahre Natur der Sirius natürlich verheimlicht wurde. Um der eigenen Version der Geschichte in der interstellaren Wahrnehmung und im eigenen Volk mehr Gewicht zu verleihen, wurde Commander Harrington auf Haven in einem Schauprozeß in Abwesenheit des Massenmordes angeklagt und zum Tode verurteilt.

HMS Fearless wurde nach der Rückkehr nach Manticore verschrottet, ihr Name in die Ehrenliste der RMN aufgenommen. Commander Harrington wurde befördert und erhielt das Kommando über den neuen Schweren Kreuzer gleichen Namens.

Die Ereignisse beendeten die innenpolitischen Debatten um die Annexion des Basilisk-Systems durch Manticore, da spätestens jetzt auch die letzten Konservativen und sonstigen Opponenten die Wichtigkeit der Kontrolle des Systems durch Manticore erkannten. Das Basilisk-System wurde offiziell manticoranisches Territorium, befestigt und der Wachverband massiv verstärkt.

Captain Lord Pavel Young, der sich selbst und sein Schiff vor den Ereignissen der Operation Odysseus aus dem System entfernt hatte, um Harrington mit einer unerfüllbaren Aufgabe zu ruinieren, wurde zwar nie offiziell der unerlaubten Entfernung von seinem Posten angeklagt, da er sich zu gut gedeckt hatte, sein Ruf war jedoch auch so ruiniert.

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