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Gravitationssensoren sind Sensoren zur Ortung von Gravitationsverzerrungen, die durch Impellerantriebe verursacht werden. Diese erzeugen ein individuelles "Kräuseln" an der Grenze zwischen Normalraum und Hyperraum oder in diesem zum nächst höheren Hyperraumband, das sich wellenartig ausbreitet. Dieses Kräuseln erscheint in den Gravsensoren und aus seiner Stärke und Veränderung können Ursache (Impellerkeil, Hypersprung, etc.), Dimension, Art und Richtung der Störung - also normalerweise Größe und Typ des Schiffes, Kurs, Geschwindigkeit, Beschleunigung, Herkunft, sogar Schäden und Gesamtzustand - ermittelt werden.

Die Gravitationssensoren sind die wichtigsten Sensoren im Honorverse, da sie überlichtschnell arbeiten und selbst keine Emissionen aussenden, die man auffassen und anpeilen könnte. Gravsensoren arbeiten über große Distanzen, die gigantischen Antennen von Systemsensorgittern teils über Lichtstunden. Vergleichbar sind sie mit den in den "nassen Navys" des 20. Jahrhunderts CE eingesetzten passiven Sonarsystemen oder deren Vorläufern, den so genannten Hydrophonen. Denn genau so, wie die Antriebsanlage eines "nassen" Schiffes ein unverwechselbares Geräuschmuster erzeugt, so erzeugt auch der Impellerantrieb eines Schiffes eine praktisch unverwechselbare Signatur. Die Daten, die über die Gravsensoren erlangt werden, sind auch wichtigste Datenquelle für Feuerleitlösungen und Raketenlenkung auf große Gefechtsdistanz.

Seit 1920 PD nutzt die Royal Manticoran Navy die Gravitationssensoren außerdem für die überlichtschnelle Kommunikation und Echtzeit-Feuerleitung über große Entfernung.


Um das gesamte Raumvolumen abzudecken, besitzen Schiffe mehrere Gravsensorgruppen, die Anzahl variiert dabei. Die Leistungsfähgkeit hängt vom technischen Stand des Schiffes ab und davon, ob es ein ziviles oder militärisches Schiff ist. Die Gravsensoren von Kriegsschiffen sind deutlich leistungsfähiger als die ziviler Schiffe und können äußerst detaillierte Daten liefern.

Was genau die Sensoren auffassen, hängt indes wesentlich von dem Schiff ab, dass die Emissionen aussendet, und von der Größe der Sensorengruppe. Je schwächer die Emissionen sind, desto schwerer sind sie zu entdecken, vor allem, wenn das emittierende Schiff sich aktiv tarnt oder seine Signaturen verfälscht.

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