Honor Harrington Wiki
Advertisement
HavenArmedForces.jpg

Die Republikanische Navy von Haven (RHN) ist die wichtigste militärische Teilstreitkraft der Republik Haven.

Ihre Schiffe verwenden das Präfix RHNS (Republic of Haven Navy Ship).

Während der Zeit der Volksrepublik Haven war die Haven Navy (HN) allgemein als Volksflotte von Haven (VFH) bekannt, und ihre Schiffe verwendeten das Präfix VFS (Volksmarineschiff).


Geschichte[]

Die bekannte Geschichte der Marine der Republik Haven besteht aus drei Hauptperioden: der Zeit der ursprünglichen Republikanischen Navy, der Zeit der "Volksflotte", als sie das wichtigste Eroberungsinstrument der Volksrepublik Haven war, und der Zeit der restituierten Republikanischen Marine nach dem Theisman-Putsch und der Wiedererrichtung der Republik.

Für die Zeit vor der Volksrepublik ist wenig über die Haven Navy bekannt, allerdings ist davon auszugehen, dass sie in dieser Zeit den Status einer zahlenmäßig überschaubaren Systemverteidigungsflotte innehatte, die das Haven System und die havenitischen Kolonien schütze, aber bereits hier auch außerhalb des havenitischen Raumes aktiv war.

Die Zeit der Volksmarine[]

Nach der Umsetzung des DuQuesne-Plans rüstete die nun Volksflotte von Haven (VFH) genannte Haven Navy massiv auf und begann in den 1850er Jahren eine Kampagne des territorialen Expansionismus. Der Grund für diese Eroberungen war die prekäre Finanzsituation der Volksrepublik und der Versuch der herrschenden Legislaturisten, die Macht zu behalten, indem sie die zusammenbrechende Wohlfahrtswirtschaft von Haven mit der Beute aus den Eroberungen subventionierte. Auf diese Weise eroberte die VFH schließlich jedes besiedelte Sternensystem innerhalb von hundert Lichtjahren rund um Haven selbst. Die von den Legislaturisten dominierte Admiralität der Volksflotte setzte jede erdenkliche Taktik in ihrem Arsenal ein, um ihre Ziele zu erreichen, einschließlich des Einsatzes von Q-Schiffen, wie sie beispielsweise 1883 PD bei der Invasion von San Martin und anderen Systemen wie Maastricht oder Sheldon eingesetzt wurden. Diese Eroberungen waren zumeist schnelle Schläge ohne vorherige Kriegserklärung gegen zahlenmäßig und technisch unterlegene Ein-System-Nationen, die meist nach nur einem Gefecht - wenn überhaupt - geschlagen waren. Da die umliegenden Sternnationen aber schließlich an auf diese Entwicklung reagierten und selbst aufrüsteten, wurde die Volksflotte ebenfalls immer größer, um einerseits weiter gegen die nächsten Ziele vorgehen zu können, und andererseits, um das eroberte Territorium zu sichern. Damit verschlang das Werkzeug, dass die Kassen der Volksrepublik füllen sollte, einen stetig wachsenden Anteil am Budget der Volksrepublik und verschärfte die finanzielle Lage noch.

Fünfzig Jahre lang hielten die Legislaturisten durch die Eroberungen der Volksflotte so an der Macht fest, aber 1900 schickten die düsteren Wirtschaftsprognosen ihrer politischen Herren die VFH erneut los, um neue Einnahmequellen zu erobern und den bankrotten Staat zu unterstützen. Nachdem die Expansion gen Süden durch den gegenseitigen Verteidigungsvertrag der Republik Erewhon mit der Solaren Liga blockiert war, richtete die Volksrepublik den Blick nach Westen auf die Systeme der Silesianischen Konföderation. Aber auch der Weg nach Silesia wurde durch ein anderes Hindernis blockiert: das Sternenkönigreich von Manticore.

Die Legislaturisten waren sich dessen Rüstungsprogramms und seiner Versuche, einen einheitlichen Widerstand gegen die Expansion der Haveniten zu organisieren, bewusst und wussten, dass Manticore seit der Verabschiedung des DuQuesne-Plans mit einem Krieg rechnete. König Roger III. Winton und seine Tochter und Nachfolgerin Königin Elizabeth III. waren erklärte Gegner der Volksrepublik und hatten das Sternenkönigreich konsequent auf diese Möglichkeit vorbereitet. Obwohl die Volksflotte zahlenmäßig überlegen war, fehlten ihr die Raffinesse und technologischen Fähigkeiten, die die Royal Manticoran Navy auszeichneten. Zudem hatte das Sternenkönigreich mit Formierung der Manticoranischen Allianz begonnen, eine tief gestaffelte Verteidigung aufzubauen und war somit der erste Multi-System-Gegner, dem sich die Volksflotte gegenüber sah. Daher versuchte die Volksrepublik mit verschiedenen Geheimoperationen, eine vorteilhaftere Ausgangsbasis zu schaffen, was aber scheiterte. (HH1)

Erster Havenkrieg[]

Der Erste Havenkrieg begann für die Volksflotte mit einem katastrophalen Fehlstart. Durch gezielte Fehlinformationen zu einem übereilten Beginn der Offensive gegen das Sternenkönigreich verleitet, lief die VFH bei Jelzins Stern in eine Falle und erlitt schwere Verluste. Der gleichzeitige Angriff auf Hancock scheiterte ebenfalls unter schwersten Verlusten und sogar dem Verlust der wichtigen Flottenbasis bei Seaford 9. Unmittelbar darauf verlor die VFH durch die Säuberungen des Komitees für Öffentliche Sicherheit einen Großteil ihres legislaturistischen Offizierskaders. All dies führte zu einer vorübergehenden massiven Schwächung der Flotte... ebnete aber auch den Weg für den Aufstieg neuer, fähiger Offiziere. (HH3)

An der Front begann die Royal Manticoran Navy derweil nach der offiziellen Kriegserklärung mit der Offensive auf Trevors Stern, um den dortigen Terminus des Manticoranischen Wurmlochknotens zu erobern und damit die direkte Bedrohung des Manticore Systems zu beseitigen. Die Volksflotte leistete erbitterten Widerstand, konnte den Vormarsch der manticoranischen Sechsten Flotte indes vorerst nur verzögern. Allerdings gelangen immer wieder vereinzelte taktische Schläge gegen Vorposten und Flanken des alliierten Vormarsches, einer der größten Erfolge war dabei die Zwote Schlacht von Adler. Um die RMN zu einer Entscheidungsschlacht zu zwingen, konzentrierte die VFH große Flottenkontingente im Barnett System, da die dortige Flottenbasis als wichtigste regionale Basis überhaupt eine massive Bedrohung für den Vormarsch auf und die Eroberung von Trevors Stern und somit ein Hauptziel für die RMN sein musste. Die RMN ignorierte jedoch Barnett vorerst, neutralisierte stattdessen die havenitischen Positionen rund um Trevors Stern und wandte sich dann direkt gegen ihr Hauptziel, das sie in der Ersten Schlacht von Trevors Stern eroberte.

Nach dem Fall von Trevors Stern stoppte die Offensive der RMN, die ihre Schiffe über Gebühr belastet hatte und die nun zunächst eine neue Flotte formieren musste, da die Sechste Flotte nun als Systemschutz für Trevors Stern fungierte. Dies nutzte die VFH unter Kriegsministerin Esther McQueen zu einer Reihe von taktischen Gegenschlägen, um die Initiative an sich zu reißen. Diese Gegenschläge waren größtenteils erfolgreich, auch weil die RMN ganz bewusst einzelne Systeme aufgab, allerdings erlitt die VFH in der Zweiten Schlacht von Hancock Station auf mysteriöse Weise schwere Verluste. Während McQueen zur Vorsicht mahnte, um heraus zu finden, was passiert war, drängte das Komitee zur Fortsetzung der Operationen. Auf diese Weise war die VFH völlig falsch aufgestellt, als die manticoranische Achte Flotte in Unternehmen Butterblume ihre Offensive mit den neuen Podnoughts begann und als Erstes die DuQuesne-Basis im Barnett System überrollte. Erschwerend kam hinzu, dass zugleich auf Haven der McQueen-Putsch das Komitee und die havenitische Admiralität ins Chaos stürzte.

Derart aus dem Gleichgewicht gebracht, konnte die Haven Navy der Allianz nur noch hinhaltenden Widerstand leisten und erlitt verheerende Verluste. Die endgültige Niederlage wurde nur durch den Opportunismus der Regierung High Ridge vermieden, die nach Unternehmen Hassan und dem Tod des manticoranischen Premierministers Allen Summervale im Sternenkönigreich an die Macht kam und das "Friedensangebot" Oscar Saint-Justs annahm, als die Achte Flotte bereits vor Lovat stand. (HH4, HH5, HH6, HH7, HH8, HH9)

Zwischenkriegszeit[]

Die Zwischenkriegszeit begann für die Haven Navy mit dem Theisman-Putsch - Admiral Thomas Theisman erkannte in dem Friedensangebot Saint-Justs die Vorzeichen für neue Säuberungen in der Flotte und nutzte seine neue Position als "unpolitisch eingestufter" Kommandant der Zentralflotte, um das Vertrauen Saint-Justs zu erlangen und diesen schließlich zu stürzen. Im Anschluss beseitigten er und seine Verbündeten, darunter Eloise Pritchart, Javier Giscard und Lester Tourville, die Volksrepublik und setzten die alte republikanische Verfassung wieder in Kraft. Die nun wieder Republikanische Navy von Haven (RHN) führte in den folgenden drei Jahren einen Bürgerkrieg gegen Reste des alten Systems und lokale Warlords, während sie gleichzeitig die technologische Lücke zur RMN zu schließen versuchte. Dazu nutzte sie die geheime Schlupfloch-Flottenbasis im Refuge System, auf der in dieser Zeit unter Leitung Admiral Shannon Forakers unter Anderem mit der Sovereign of Space Klasse die ersten Podnoughts der Haven Navy entstanden. Als die ehrlichen Bemühungen der Regierung Pritchart um einen echten Frieden mit dem Sternenkönigreich immer mehr an der Unwilligkeit der Regierung High Ridge zu ehrlichen Verhandlungen scheiterten, begann die Haven Navy mit den Vorbereitungen zu einer Wiederaufnahme der Kampfhandlungen gegen die RMN. (HH9, HH10)

Zweiter Havenkrieg[]

Der Zweite Havenkrieg begann unter völlig anderen Vorzeichen als der Erste. Die Haven Navy hatte mit der RMN zwar nicht technisch völlig gleichziehen können, die Regierung High Ridge hatte die RMN jedoch zu einem Schatten ihrer selbst verkommen lassen und Offiziere in Kommandopositionen gebracht, die politisch genehm waren. Das rächte sich nun, als die Haven Navy in Unternehmen Donnerkeil jede manticoranische Position im havenitischen Raum hinwegfegte und sogar die Satellitenwerft bei Grendelsbane Station zerstörte. Nur Trevors Stern selbst blieb unter Kontrolle des Sternenkönigreichs, weil die Grayson Space Navy unerwartet massive Verstärkungen dorthin entsandt hatte.

In der Folgezeit belauerten sich beide Seiten - die RMN benötigte Zeit, um wieder auf die Füße zu kommen, die Haven Navy wiederum musste ihre neue Position konsolidieren und eine allumfassende Eroberung des Sternenkönigreichs war ohnehin nicht vorgesehen gewesen. Die RMN führte mit Unternehmen Raupenfraß vereinzelte Tiefraumschläge gegen Systeme tief im havenitischen Raum durch, um die havenitische Navy zu zwingen, sich im Systemschutz weiter zu verteilen. Die HN antwortete darauf unter Anderem mit der Zweiten Schlacht von Zanzibar. Insgeheim rüsteten beide Seiten nun um die Wette, um genug Kräfte für den entscheidenden Angriff aufbieten zu können.

Als die RMN während Unternehmen Sanskrit in der Schlacht von Lovat das Apollo Feuerleitsystem offenbarte, war klar, dass die Haven Navy kaum noch Chancen hatte, den Konflikt zu gewinnen. In einem Akt der Verzweiflung setzte die Haven Navy alles auf eine Karte... und verlor - knapp - in der Ersten Schlacht von Manticore. Danach blieb ihr nur noch, auf die unvermeidliche Antwort zu warten und derweil so viele Schiffe wie möglich in Dienst zu stellen, um den Preis für den Sieg Manticores in die Höhe zu treiben.

Wider Erwarten kam der erwartete Schlag nicht. Zwar erschien die Achte Flotte wie angenommen im Haven System, allerdings nur als Verhandlungsmasse. Als dann nach dem Yawata Strike und dem Auftauchen des mesanischen Überläufers Herlander Simoes endgültig klar wurde, dass eine dritte Partei Haven und Manticore manipulierte, änderte sich die Situation radikal. Für die Haven Navy bedeutete dies zuerst einmal, dass der Krieg gegen Manticore endete. (HH11, HH12)

Große Allianz[]

Die Enthüllung der mesanischen Pläne änderte für die Haven Navy alles. Eben noch im Krieg gegen Manticore, verlegte sie nun Flottenverbände ins Manticore System, um die RMN gegen die anrollende solarische Elfte Flotte zu unterstützen. In der Zweiten Schlacht von Manticore kämpfte die RHN Seite an Seite mit ihren bisherigen Gegnern. Im Anschluss kämpften ihre Einheiten als Teil der Grand Fleet zusammen mit RMN und GSN gegen die vom Alignment manipulierte Solarian League Navy. Die RMN verlegte ihre komplette Forschungs- und Entwicklungsabteilung nach Schlupfloch, wo massive Technologietransfers von der RMN an die HN erfolgten, um sie auf das gleiche technologische Level wie die anderen Allianzflotten zu heben, während mit der Grand Alliance Klasse das erste gemeinsame Rüstungsprogramm startete. Ebenso entsandte Haven mit der reaktivierten Zwoten Flotte wesentliche Verstärkungen in den Talbott-Quadranten des Sternenimperiums und war an der Besetzung des Mesa Systems beteiligt. Die Haven Navy war auch beteiligt an der Schlacht von Sol, mit der der Krieg gegen die Solare Liga endete. (HH13, HH14, SAG4)


Organisation[]

Die Haven Navy untersteht seit jeder der havenitischen Admiralität, die ihr Hauptquartier im Oktagon auf Haven hat. Die Admiralität wiederum untersteht der havenitischen Regierung.

Abteilungen[]


Doktrin[]

Die Haven Navy verwendet wie alle nennenswerten Raumflotten des Honorverse das Geschwader als Verwaltungseinheit und für die taktische Koordination. Diese Praxis wurde von der Solaren Navy, dem über Jahrhunderte unangefochtenen Platzhirschen, übernommen. Die Volksflotte verfolgte zunächst eine sehr starre Organisation, selbst mit leichten Einheiten in aufeinander abgestimmten taktischen und administrativen Gruppierungen. Havenitische Schlachtkreuzer sind weniger als unabhängige Kombattanten konzipiert, sondern eng in die Flottenformation eingebunden. Schwere Kreuzer waren in ähnlich großen Geschwadern als Teil der Abschirmverbände aufgestellt. Erst am Vorabend der Havenkriege experimentierte die Volksflotte mit "kurzen", sechs Schiffe starken Geschwadern Schwerer Kreuzer für den Handelskrieg und schnelle Überfälle.

Offiziell gibt es nur eine Flotte in der Haven Navy, auf der operativen Ebene wurden für spezifische Aufgaben jeweils Geschwader und Einsatzgruppen abgestellt. Dies ging auf die Erfahrungen während der ersten Eroberungen zurück: Die Volksflotte stellte die Schiffe ab, die benötigt wurden, um das Ziel einzunehmen, danach wurde der Großteil der eingesetzten Schiffe zurück gezogen und nur ein kleiner Wachverband für die Orbitalsicherung zurück gelassen. Die Realität eines Multi-System-Krieges führte dann dazu, dass auch auf havenitischer Seite das manticoranische Konzept der unabhängigen Flottenverbände nach und nach adaptiert wurde.

Havenitische Kriegsschiffe sind in der Regel äußerst widerstandsfähig und zuverlässig. Ihre Designphilosophie könnte leicht zusammengefasst werden mit der einfachen Aussage: "Besser ist der Feind von gut genug." Wann immer möglich, werden anstelle von komplexen Systemen einfache Lösungen eingesetzt. Ein bemerkenswertes Beispiel dafür findet sich in der passiven Abwehr: Ein havenitisches Kriegsschiff hat schwächere Seitenschilde, aber vergleichsweise schwerere Panzerung als sein manticoranisches oder solarisches Gegenstück. Diese Eigenart passt zur zentralen Planungs- und Logistikphilosophie der HN, nach der Panzerplatten weniger Wartung erfordern als Seitenschildgeneratoren.

Waffensysteme wurden nach Typ gruppiert, um die Stromversorgung, Anforderungen, Kontrollsysteme und Munitionshandhabung zu vereinfachen. Mit benachbarten Lafetten, die häufig kritische Strom -und Kontrollsysteme miteinander teilen, stieg indes die Chance, dass ein einzelner Treffer mehrere Waffen gleichzeitig außer Gefecht setzt. Havenitische Kriegsschiffe haben weniger und dafür größere Magazine, die von mehreren Werfern gemeinsam genutzt werden, anstelle von voneinander abgegrenzten, kleineren Abteilen.

Havenitische Kriegsschiffe verbringen lange Spannen zwischen geplanten Wartungszyklen. Angesichts der geringeren Schulungsstandards und Bildung, die die Volksflotte aufgrund des havenitischen Bildungssystems akzeptieren musste, waren ihre Besatzungen schlecht für viele in anderen Flotten eigentlich routinemäßige Wartungsaufgaben geeignet. Die meisten elektronischen Geräte waren daher nach einem modularen Standard gebaut, wo defekte Module einfach vollständig ersetzt wurden, anstatt zu versuchen sie vor Ort zu reparieren. Alles, was komplexer war als das, war den Support-Schiffen oder vorgeschobenen Reparaturbasen vorbehalten. Ergo lag ein besonderes Augenmerk auf den internen Diagnosesystemen, und die Volksflotte war führend in diesem Aspekt der Elektronik. Jedes Schiff verfügte und verfügt über ein leistungsfähiges Überwachungssystem, das technische Probleme diagnostizieren und der schiffstechnischen Abteilung melden kann. Für einfache Austauschreparaturen kann das System die fehlerhafte Komponente zudem schnell finden und jedes Bordsystem verfügt über eine integrierte Schwellenwertüberwachung, die erkennt, wenn etwas in der Werft repariert werden muss. Wenn ein solcher Schaden eintritt, berichtet das System an den Chefingenieur, der wiederum an den Kapitän berichtet, der dann die Geschwaderführung informiert und in Absprache mit dieser sein Schiff zur nächstgelegenen Reparaturbasis bringt.

Wenn ein Schiff aus einem Bereitstellungszeitraum zur Wartung zurückkehrt, geplant oder außerplanmäßig, tritt die Besatzung nach Übergabe ab und die Werfttechniker übernehmen. Havenitische Werftarbeiter gehören zu den am gründlichsten ausgebildeten technischen Mitarbeitern in der Haven Navy, und es gibt erhebliche Bemühungen und Vergünstigungen, um sie in Uniform zu halten. Wo andere Raumflotten ihre Werftarbeiter ein bisschen abfällig wie Trottel behandeln, die es nicht geschafft haben, auf einem vernünftigen, sprich mobilen Kommando unter zu kommen, war die Haven Navy immer knapp an qualifiziertem technischen Personal und betrachtete es als kritische, zentrale Ressource. Es gibt dennoch fast keinen Kontakt zwischen den Werftarbeitern und den Schiffsmannschaften, einschließlich der technischen Abteilung, weil es schlicht keinen Sinn macht. Instandhaltungsberichte, sowohl menschliche als auch vom Schiff selbst generiert, werden nach Übernahme gründlich von den Werftarbeitern geprüft, die dann die notwendigen Wartungen und Reparaturen durchführen. Nach Abschluss der Arbeiten übernimmt die Besatzung das reparierte Schiff wieder.

Dieses System verringerte den Logistikschwanz für eine festgelegte Operation deutlich, ebenso die Abhängigkeit von Besatzungen mit schwankender Qualität und sorgte für einen hohen Prozentsatz tatsächlich aktiver Kriegsschiffe. Die Nachteile beinhalten Schiffe, die mehr für die Bequemlichkeit der Werftarbeiter als die Gefechtsrealität von Schadenskontrollteams ausgelegt sind. Schwere Panzerung um kritische Kampfsysteme herum kann zwar von Werftarbeiterteams mit entsprechend schwerem Gerät mit vertretbarem Aufwand umgangen werden, bietet jedoch keinen einfachen und schnellen Zugang während einer hektischen Kampfsituation. Der Beginn der Havenkriege brachte einen größeren Fehler in diesem System zum Vorschein. Vor dem Krieg waren alle Eroberungen Einzelsysteme, sprich schnelle Angelegenheiten. Die Flottenorganisation wurde eng zentralisiert und abgesehen von Begleitschutzmissionen operierten nur wenige Schiffe fernab ihrer Basen. Die Havenkriege strapazierten zu Beginn die Fähigkeiten des Flottenlogistikamts, mit den erforderlichen Kriegsschiffbereitstellungen Schritt zu halten. Sogar mit einem höheren Prozentsatz an vorgeschobenen Basen als die Manticoranische Allianz sah sich die Volksflotte mit abnehmender Effizienz und Bereitschaft konfrontiert, als Schiffe weit über die normalen Zeiträume im Einsatz bleiben mussten. (JIR2)


Die Haven Navy favorisiert als grundlegende Einsatzdoktrin den schnellen, entscheidenden Sieg. Angesichts ihrer technischen Defizite gerade im Bereich der Raketentechnik und Elektronischen Kampfführung war es nie in ihrem Sinne, sich auf langwierige Distanzduelle einzulassen, die ihre Einheiten mit großer Wahrscheinlichkeit verlieren oder nur mit schweren Schäden überstehen würden. Üblicherweise bekannt als "Kampf um die erste Salve" besteht die grundlegende havenitische Taktik darin, den Gegner mit überwältigendem Salvengewicht und Salven mit minimalem Abstand schnellstmöglich zu überwältigen, idealerweise schon mit der namensgebenden ersten Salve und in zahlenmäßiger Überlegenheit, um das Feuer mehrerer Einheiten auf ein Ziel konzentrieren zu können. Es ist eine grobe, brutale Strategie gegen die technische Überlegenheit der manticoranischen Hardware, aber dennoch solide, vorausgesetzt, es kann genug Beschuss massiert werden.

Im Endergebnis bedeutet dies, dass havenitische Schiffe häufig etwas größer sind als ihre manticoranischen Gegenstücke und mehr Raketenwerfer tragen - so trägt beispielsweise die Conqueror Klasse mit neun Werfern pro Breitseite eine um 50 Prozent schwerere Raketenbreitseite als die manticoranischen Apollo Kreuzer. Der havenitische Schlachtwall orientierte sich lange Zeit am solarischen Vorbild der schweren Energiewaffen-Nahkämpfer, bevor die HN sich gezwungener Maßen an die neue Gefechtsrealität der Havenkriege anpasste. Nach wie vor spiegelt sich die technische Unterlegenheit in den Taktiken und der Hardware, so operieren havenitische Schlachtkreuzer eher im Flottenverband anstatt unabhängige Missionen auszuführen, und die Haven Navy konterte die Leistungsfähigkeit manticoranischer Systeme derart, dass sie beispielsweise einfach größere Raketen baute, um die benötigten Reichweiten zu erzielen... und bei der Gelegenheit dann gleich noch schwerere Gefechtsköpfe montierte und ihre Gondeln mit je vierzehn statt "nur" zehn Raketen bestückt, auch wenn dies bedeutet, dass ein havenitischer Podnought insgesamt weniger Munition trägt und somit weniger Gefechtsausdauer besitzt. Auch hier spiegelt sich die Doktrin wieder, den Gegner schnellstmöglich zu überwältigen, anstatt ihm Gelegenheit zu geben, seine individuellen Vorteile auszuspielen.

In der haventischen Kampfdoktrin spiegelt sich auch wieder, dass die Haven Navy sich wie bereits erwähnt lange Zeit auf Personal stützte, das mehrheitlich aus den Reihen der Dolisten stammte, also aufgrund der ineffizienten Bildungssysteme Havens nicht für den Einsatz an komplexen Systemen geeignet war. Daraus resultiert die Neigung der Haven Navy, sich verblüffend einfache Lösungen für bestehende Probleme auszudenken, ein Trend, der sich seit der Übernahme der Forschungs- und Entwicklungsabteilung durch Admiral Shannon Foraker noch verstärkt hat.

Im Endergebnis war und ist die Haven Navy eine formidable Flotte, die sich ganze 20 Jahre gegen die technisch überlegene Royal Manticoran Navy behaupten konnte - und schließlich sogar beinahe (wenn auch nicht allein aus eigenem Verdienst) die Havenkriege gewonnen hätte.

Unabhängige Formationen[]

Flotten[]

Unabhängige Einsatzgruppen[]


Havenitische Schiffsklassen
Kampfschiffe
Astra (CLAC) | Astra-Q | Aviary | Bastogne | Brilliance | Champion
Charles Wade Pope | Chevalier | Conqueror | Desforge | Durandal
DuQuesne | Frigate | Fouchart | Haven | Hempstead | Lion | Mars
New Boston | Nouveau Paris | Rousseau | Sovereign of Space
Sultan | Sword | Temeraire | Tiger | Tonnere | Triumphant
Trojan | Trumbull-Q | Warlord
Zivile Schiffe
Astra | Trumbull
Spezialschiffe
Longstop | Pathfinder | Roughneck
Beiboote / LACs
Cimeterre | Foudre | Fracteur | Mercure | Ouragan
Programm 13 | Razzia | Transall



Uniformen[]

HNUniform.jpg

Die Offiziersuniform der Haven Navy besteht aus einer waldgrünen Uniformjacke, weißem Hemd, grauen Hosen mit Besatz Besatz und schwarzen Stiefeln plus grüne Schirmmütze mit schwarzem Schirm und silbergrauem Flottenemblem. Das Emblem ist bei Flaggoffizieren in Gold. Das Jacken-Design ähnelt etwas einer "Ike-Jacke", aus Gründen, die in der Geschichte verloren gegangen sind. Sie hat Taschen auf beiden Seiten der Mittellinie, doppelt spitze Halsbänder und einen integrierter, schwarzer Gürtel mit silberner Schnalle an der Taille. Abgesehen von dem unteren Unterarm, der schwarz ist, um die Manschettenringe aufzunehmen, ist die Jacke nicht besetzt.

Die Bluse ist weiß mit einem umlaufenden Rollkragen, sich mit einer Klappe auf der linken Seite schließen lässt. Die Schultern tragen Rangabzeichen auf flexiblen "Schulterbrettern", die bequem unter die Jacke passen. Die Hose ist locker und geradlinig reduziert, um das obere Ende der Stiefel zu bedecken. Die Seiten der Hose sind in der Abteilung farblich kodiert.

Die Manschettenringe sind Gold auf einem schwarzen Hintergrund. Der oberste Ring bricht zu einer Schleife in der Mitte, mit Halbringen für die Juniorränge und Doppelringen für die Flaggränge. Passende Streifen werden auf den Schulterbrettern der Jacke und der Bluse getragen.

Weitere Rangabzeichen an den unteren Spitzen der Jacke getragen und bestehen aus einer "Zugspur" von miteinander verbundenen Goldbarren. Silberbarren werden für Juniorränge verwendet und doppelte, breite Balken für Flaggränge. Bandschnallen werden direkt über der Tasche auf der linken Seite getragen, sofort rechts neben dem Symbol der Republik. Die Ausnahme bildet die Tapferkeitsauszeichnung, die immer auf der rechten Seite getragen wird. (JIR2)


Mannschaften und Unteroffiziere tragen einheitlich einen einteiligen, an der Taille gegurteten grauen Overall aus einer Poly-Baumwoll-Mischung. Die Passform ist wesentlich lockerer als die Offiziersuniform. Er wurde entwickelt, um praktisch und funktionell zu sein. Allerdings hat die einteilige Ausführung dazu geführt, dass viele unaufhörlich über dieses Detail des Bekleidungsstücks murren, insbesondere weibliche Flottenangehörige. Der Overall verfügt über zwei Taschen auf der Brust und zwei Beintaschen, und Spannschleifen in den Manschetten. Der Overall schließt bis hinauf zu einem offenen Kragen, in dem Sensoren die Aufzeichnung von Pulsfrequenz und Atmung erlauben, um Übermüdung oder Dehydration rechtzeitig zu erkennen.

Die oberen zwei Drittel der linken Seite der Brust, über die Schulter und unten ein Drittel des Rückens sind entsprechend der Abteilung farblich codiert. Dies erleichtert es neuen Offiziere zu erkennen, welche Mannschaften und Unteroffiziere „ihre“ sind und macht es einen neuen Rekruten auch leichter, seine Kollegen und seine Abteilung zu finden. Die individuelle Identifikation erfolgt durch ein Namensschild, getragen auf der linken Brusttasche. Der linke Rand des Namensschildes weist eine Reihe von Zacken für Dienst-Auszeichnungen auf. Eine silberne Zacke entspricht fünf havenitischen Dienstjahren (fast sechs T-Jahre), während eine Goldzacke für zehn Jahre Dienst verliehen wird. Alle Namensschilder sind mit Radiofrequenz-IDs codiert, die eine Ortung über das ganze Schiff erlauben. Diese Maßnahme hat zu einem regen Schwarzmarkt mit falschen ID-CHips geführt, die in der Regel von Mannschaftsangehörigen erstanden werden, die „an zwei Orten gleichzeitig“ sein müssen - ihrem offiziellen und ihrem tatsächlichen. Während vor allem die Volksflotte durchaus Vertrauen in die Namensschilder mit ihren RFID-Wanzen setzte, entwickelten erfahrene Dienstgrade schnell einen Instinkt zum Erkennen solcher Schikane.

Die Dienstgradabzeichen sind wie die Brustplatte entsprechend der Abteilung farblich codiert. Sie werden auf dem linken Oberarm getragen und die speziellen Abzeichen der Unteroffiziere und Decksoffiziere wiederum über den eigentlichen Abzeichen.

Die zur Uniform gehörende Kappe ist standardmäßig grau mit einem schwarzen Band. Die Kappe ist weich an der Vorder- und Rückseite und nicht besetzt. Auch bei schnellen Beförderungen gibt es wenige Bootsmannsdienstgrade. Viele Positionen, die normalerweise von einem Bootsmann besetzt werden, werden stattdessen von Decksoffizieren erfüllt.

Da die Pressezensur der havenitischen Mode-Trends zur Zeit der Volksrepublik minimal war, haben zahlreiche abfällige Kommentare die Ähnlichkeit im Schnitt zwischen der Uniform der Mannschaftsdienstgrade und den standardmäßigen Kleidungsstücken der Dolistenarbeiter und Strafgefangenen hervorgehoben. (JIR2)

Siehe auch: Dienstränge der Haven Navy



Flottenstärke[]

Vor dem Ersten Havenkrieg
Typ
SD
DN
BB
BC
CA
CL
DD
Total
Einheiten
412
48
374
81
210
354
627
2106[1]
Tonnage
2801,6 MT
258,3 MT
1430,6 MT
59,0 MT
54,5 MT
29,8 MT
40,7 MT
4674,5 MT


Vor dem Zweiten Havenkrieg
Typ
SD-P
SD
DN
CLAC
BB
BC
CA
CL
DD
Total
Einheiten in Betrieb
318
216
47
48
NA
98
80
110
60
983
Einheiten in Reserve
0
103
0
0
NA
17
40
30
130
320
Gesamt
318
319
47
48
NA
105
120
140
190
1303


Bemerkenswerte Schlachten[]

Vor dem Ersten Havenkrieg[]



Operationen des Ersten Havenkrieges
Perseus | Alliierte Gegenoffensive | Trevors Stern Offensive | Versteckpferd | Dolch
Silesia | Elysäische Navy | Ikarus | Scylla | Eiserne Ration | Butterblume
Schlachten des Ersten Havenkrieges
Talbot | Poicters | Casca | MGX-1403 | Yalta | Air | Hancock Eins | Seaford Eins | Jelzin Drei | Chelsea | Mendoza
Nightingale Eins | Minette Eins | Jelzin Vier | Candor | Minette Zwo | Nightingale Zwo | Tylers Stern | Schiller
Selker-Riss | Seabring Eins | Seabring Zwo | Trevors Stern | Micah | Adler Eins | Adler Zwo | Adler Drei
Hancock Zwo | Seaford Zwo | Zanzibar Eins | Alizon Eins | Basilisk Zwo | Seabring Drei | Cerberus
Elric | Solway | Treadway | Barnett Eins | MacGregor | Hyacinth




Operationen des Zweiten Havenkrieges
Donnerkeil | Raupenfraß | Raupenfraß II | Raupenfraß III | Gobi | Sanskrit | Beatrice
Schlachten des Zweiten Havenkrieges
Tequila Zwo | Grendelsbane | Thetis Zwo | Maastricht Zwo | Trevors Stern Zwo | Marsh Zwo | Alizon Raid
Zanzibar Raid | Gaston | Tambourin | Hera | Squalus und Hallman | Augusta | Chantilly | Des Moines
Fordyce | Lorn | Solon | Zanzibar Zwo | Lovat | Manticore



Solarisch-Manticoranischer Krieg

  • Zweite Schlacht von Manticore
  • Schlacht von Sol

Referenzen[]

  1. Es gibt einige Inkonsistenzen in Ein schneller Sieg: Alle genannten Einheiten summieren sich auf insgesamt 2106 Einheiten, werden jedoch als insgesamt 1944 angegeben.
Advertisement