Honor Harrington Wiki
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Der Hyperraum bildet sich aus der Gesamtmasse des Universums und kann als Raum hinter der Raumkrümmung beschrieben und - verglichen mit dem Normalraum, in dem wir uns befinden - als komprimiert bezeichnet werden. Jeder Punkt im Hyperraum ist kongurent mit einem Punkt im Normalraum, aber im Hyperraum ist die Distanz zwischen zwei Punkten geringer als im Normalraum.

Die Gesetze der relativistischen Physik gelten auch im Hyperraum, so dass kein Raumschiff im Hyperraum schneller ist als das Licht, aber durch die geringere Distanz im Hyperraum bewegt es sich, vom Normalraum aus gesehen, scheinbar mit Überlichtgeschwindigkeit.

Um in den Hyperraum zu gelangen wird ein sogenannter Hypergenerator gebraucht, der ein Objekt, das sich in seinem Wirkungsbereich befindet, mittels eines als Transition bezeichneten Vorgangs vom Normalraum in den Hyperraum versetzt. Auch in Gegenrichtung ist ein Hypergenerator unverzichtbar.

Der gesamte Hyperraum wird von so genannten Gravwellen durchzogen, hochenergetischen Gebilden, die zugleich die größte Gefahr als auch die Schnellstraßen des Hyperraumes darstellen. Innerhalb einer Gravwelle ist der Energiezustand des Hyperraums erhöht, was hohe Reisegeschwindigkeiten ermöglicht. Zwischen den Gravwellen befinden sich so genannte "Risse", "Spalten" oder "Klüfte", in denen der "normale" Energiezustand des Hyperraumes herrscht. Außerhalb der Gravwellen bewegt sich ein Raumschiff mit demselben Impellerantrieb fort wie im Normalraum und vor der Erfindung des Warshawski Segels waren die "Risse" die Hauptreisewege. Der bekannteste, weil gefährlichste "Riss" ist der Selker Riss, eine der bekanntesten Gravwellen die Tellerman-Welle.


Transition[]

Als Transition bezeichnet man im Honorverse den Übergang eines Raumschiffes vom Normalraum in den Hyperraum und umgekehrt sowie den Wechsel zwischen den Hyperbändern im Hyperraum.

Voraussetzung für eine Transition ist das Vorhandensein eines Hypergenerators, der das Schiff in den jeweiligen Raum "versetzt". Dabei sind physikalische Gesetze zu beachten, ebenso die Existenz der so genannten Hypergrenze, die um jeden massereichen Körper herum existiert. Innerhalb der Hypergrenze ist eine Transition nicht möglich und der Versuch kann schlimmstenfalls zur Zerstörung des transistierenden Schiffes führen.

Die Transition vom Normal- in den Hyperraum ist geschwindigkeitskritisch. Bei einer Transitionsgeschwindigkeit von mehr als 0,3c wird das Schiff zerstört. Daher transitieren Schiffe in der Regel nur mit maximal 0,23c in den Hyperraum und die Grenze von 0,3c wird nur in seltenen Fällen von Kriegsschiffen ausgereizt. In Gegenrichtung existiert diese Beschränkung nicht.

Die Transition entspricht einem komplizierten Energieübergang, der die Geschwindigkeit eines Raumschiffes verringert, indem er dem Schiff Impuls nimmt. Aus diesem Grund verliert ein Schiff dabei 92 Prozent seiner relativen Geschwindigkeit und muss nach der Transition erneut beschleunigen.

Da der Übergang vom Normal- in den Hyperraum und umgekehrt die Emitter und den Hypergenerator um so höherer Abnutzung aussetzt und zudem starke Übelkeit bei der Besatzung hervorruft, je höher die Übergangsgeschwindigkeit ist, bevorzugen vor allem Frachtschiffe eine möglichst geringe Transitionsgeschwindigkeit. Da wie erwähnt beim Übergang in den Normalraum die Grenze von 0,3c nicht existiert, kann ein Schiff in dieser Richtung auch mit Höchstgeschwindigkeit "durch die Alphamauer brechen", dies nennt man eine "Gewalttransition", die aus oben genannten Gründen nur im Notfall oder bei militärischen Angriffen durchgeführt wird, um möglichst viel Geschwindigkeit mit in den Normalraum zu nehmen.

Hyperbänder[]

Der Hyperraum besteht aus einer Vielzahl von Regionen oder Schichten, die man als Bänder bezeichnet. Diese Bänder hängen zwar zusammen, nehmen jedoch diskrete Energiezustände ein. Die Kongruenz zwischen zwei Punkten im Normalraum wird in den Hyperbändern umso enger, je höher der Energiegehalt des jeweiligen Bandes ist. Auf höheren Bändern lässt sich deshalb eine höhere scheinbare Überlichtgeschwindigkeit erreichen. Bei der Transition von niederen in höhere Hyperbänder existieren genau die gleichen Effekte wie beim Übergang vom Normalraum in den Hyperraum (der so genannten "Transition"): Das Schiff verliert beim Wechsel Geschwindigkeit und kann nur mit einer begrenzten Maximalgeschwindigkeit "höher" transistieren. Der Geschwindigkeitsverlust beim Wechsel zwischen einzelnen Bändern nimmt ab, je höher das Band ist. Transitionen in höhere Bänder sind mit bis zu 0,6 c relativer Geschwindigkeit möglich. Die maximale relative Geschwindigkeit beträgt aufgrund höheren Strahlung und Partikeldichte 0,6 c (im Gegensatz zu 0,8 im Normalraum), da sonst die Partikel- und Strahlungsschirme überlastet würden.

Bänder und Übergänge im Hyperraum (max. theoretische Werte)
Band Geschw. Verlust[1] Max Trans-Geschw.[2] Geschw. Faktor Eff. Geschw. Kampfschiff Eff. Geschw. Handelsschiff Bemerkungen
Alpha 92 % 0,3c 62 37,2c 31,0c Hauptreiseband für kommerziellen Frachtverkehr
Beta 85 % 0,6c 767 460,2c 383,5c
Gamma 78 % 0,6c 1473 883,8c 736,5c
Delta 72 % 0,6c 2178 1306,8c 1089,0c Das höchste Band für normale Frachtschiffe
Epsilon 66 % 0,6c 2884 1730,4c 1442,0c[3]
Zeta 61 % 0,6c 3589 2153,4c 1794,5c[4]
Eta 56 % 0,6c 4294 2576,4c 2147,0c[5]
Theta 52 % 0,6c 5000 3000,0c 2500,0c[6]
Iota 48 % 0,6c 6000 ? ? Das zweithöchste bekannte Band. Bis ins 20.Jh PD überlebte kein Schiff den Eintritt.
Kappa ? 0,6c ? ? ? Das höchste bekannte Band. Nur mit dem Blitzantrieb erreichbar.


Eine Transistion in das Iota-Band des Hyperraumes ist noch keinem Schiff mit normalem Hypergenerator gelungen. Alle bekannten Versuche endeten mit der Zerstörung des betreffenden Schiffes.[7]

Ein Phänomen des Hyperraums sind die Gravwellen, Zonen von gerichteter Gravitation hunderte von Lichtjahren lang und Lichtmonate tief die den Hyperraum durchziehen. Aufgrund der massiven Wechselwirkung zwischen dem Impellerantrieb und der wechsentlich stärkeren Gravwelle kann dieser nicht in einer Gravwelle benutzt werden, gleiches gilt für impellergetrieben Raketen so das bei Kämpfen in Gravwellen nur die Energiewaffen eingesetzt werden können, auch die Seitenschilde sind nicht nutzbar.


Hypergrenze[]

Die Masse von Sternen oder großer Planeten macht eine Transition innerhalb einer gewissen Entfernung unmöglich, erst nach dem Überschreiten dieser Entfernung ist ein Übergang möglich. Diese Entfernung wird Hypergrenze genannt. Sollte ein Übergang vom Hyperaum in den Normalraum innerhalb einer Hypergrenze versucht werden, so gelingt am Rande der Hypergrenze der Übergang nicht. Das Schiff "prallt" einfach von der Alphamauer ab. Weit innerhalb der Hyergrenze wird das Raumschiff beim Versuch zerstört. In umgekehrter Richtung, also vom Normal- in den Hyperraum, lässt sich die Transition innerhalb der Hypergrenze einfach nicht durchführen. Dabei kann es zu Energierückschlägen in das Schiff kommen, die zu schweren Schäden führen können. Daher halten Frachtschiffe bei ihrer Transition im Normalfall einen Sicherheitsabstand zur Hypergrenze ein. Bei Angriffen auf Systeme versuchen Militärschiffe, so dicht wie möglich an die Hypergrenze heran zu springen, um Zeit und Distanz zum Ziel zu sparen und dem Gegner weniger Vorwarn- und Reaktionszeit zu lassen.


Die Hypergrenzen von Sternen
Spektralklasse Hypergrenze in LM Spektralklasse Hypergrenze in LM
O 49,60 G9 18,04
B 33,42 K0 17,60
A 28,76 K1 17,15
F0 25,42 K2 16,72
F1 25,98 K3 16,28
F2 25,54 K4 15,84
F3 25,10 K5 15,40
F4 24,66 K6 14,96
F5 24,10 K7 14,52
F6 23,76 K8 14,08
F7 23,32 K9 13,64
F8 22,88 M0 13,20
F9 22,44 M1 12,76
G0 22,00 M2 12,32
G1 21,56 M3 11,88
G2 21,12 M4 11,44
G3 20,68 M5 11,00
G4 20,24 M6 10,56
G5 19,80 M7 10,12
G6 19,36 M8 9,68
G7 18,92 M9 9,24
G8 18,48 Roter Riese 5,64

Navigation und Ortung[]

Die Ortung im Hyperaum ist aufgrund seiner hohen Energie- und Partikeldichte sehr eingeschränkt. Es ist nicht möglich vom Hyperraum in den Normalraum zu orten oder von einem Hyperband in ein anderes Hyperband.

Die Navigation im Hyperraum stellt ein Problem dar. Die Gesetze der relativistischen Physik gelten zwar zu jedem Punkt und zu jeder Zeit innerhalb des Hyperraums, doch wenn ein Beobachter nach draußen sieht, zeigen seine Instrumente eine rasch zunehmende Verzerrung. Die maximale Beobachtungsreichweite beträgt nur wenige Lichtminuten (ca. 20). Jenseits davon machen das gravitationsverzerrte Chaos des Hyperraums, seine hochgeladenen Teilchen und die extreme Hintergrundstrahlung alle Instrumente außerordentlich unzuverlässig.

Da ein Punkt im Hyperraum aber kongruent mit einem bestimmten Punkt im Normalraum ist, kann zur Navigation das Hyperlog verwendet werden, ein Gerät vergleichbar mit einem heutigen Trägheitsnavigationssystem.


Referenzen[]

  1. Dieser Geschwindigkeitsverlust erfolgt beim Übergang von einem unteren in das entsprechende Band und bei der Rückkehr vom entsprechenden Band in untere. Der Übergang vom Alpha- ins Beta-Band führt zu 85 % Geschwindigkeitsverlust. Der Rückkehr vom Beta- ins Alpha-Band ebenfalls.
  2. Maximale Transitionsgeschwindigkeit vom niederen Band bzw. Normalraum in das entsprechende Hyperraumband. Eine Grenze von höhere in niedere Bänder existiert nicht.
  3. Handelsschiffe sind normalerweise nicht in der Lage, diese Bänder zu erreichen. Nur wenige Handelsschiffe mit stark verbesserten Antrieben oder Q-Schiffe können mit diesen effektiven Geschwindigkeiten fliegen.
  4. Handelsschiffe sind normalerweise nicht in der Lage, diese Bänder zu erreichen. Nur wenige Handelsschiffe mit stark verbesserten Antrieben oder Q-Schiffe können mit diesen effektiven Geschwindigkeiten fliegen.
  5. Handelsschiffe sind normalerweise nicht in der Lage, diese Bänder zu erreichen. Nur wenige Handelsschiffe mit stark verbesserten Antrieben oder Q-Schiffe können mit diesen effektiven Geschwindigkeiten fliegen.
  6. Handelsschiffe sind normalerweise nicht in der Lage, diese Bänder zu erreichen. Nur wenige Handelsschiffe mit stark verbesserten Antrieben oder Q-Schiffe können mit diesen effektiven Geschwindigkeiten fliegen.
  7. Der vom Mesanischen Alignment entwickelte Blitzantrieb ermöglicht die Nutzung des Iota- und Kappa-Bandes
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