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Schematische Darstellung der Aufstellung der Breitseiten-Abwehrbewaffnung eines Leichten Kreuzers der Courageous Klasse

Unter Nahbereichsabwehr fasst man alle Verteidigungssysteme eines Schiffes zusammen, die die letzte aktive Verteidigungslinie gegen einkommenden Beschuss darstellen.


Funktion[]

Nahbereichsabwehr hat nur einen Zweck: Zu verhindern, dass das Schiff überhaupt getroffen wird, also angreifende Flugkörper (Energieschüsse kann man nicht abfangen) vor Erreichen der Angriffsdistanz zu zerstören. Sie agiert dabei in Zusammenarbeit mit den weitreichenderen Antiraketen und zielt auf all jene einkommenden Geschosse, die von den Antiraketen nicht abgefangen werden konnten. Außerdem kann man sie gegen feindliche Beiboote einsetzen - allerdings kommt das nur sehr selten vor, denn kein Beiboot nähert sich einem Gegner, wenn der noch aufmüpfig ist.

Im Gegensatz zu den Antiraketen muss Nahbereichsabwehr ihr Ziel direkt treffen, doch wenn sie ins Spiel kommt, schwenkt die gegnerische Rakete normalerweise bereits zum letzten Anflug ein, was die Feuerleitgleichungen vereinfacht. Nahbereichsabwehrwaffen werden wie die Offensivbewaffnung montiert - in großer Zahl auf eigenen Batteriedecks in den Breitseiten und in geringeren Stückzahlen nach vorn und hinten in den Hammerköpfen.

Im Honorverse existieren zwei verschiedene Systeme:

Schnellfeuerkanonen[]

Vor Einführung des Impellerantriebes und des Lasergefechtskopfes waren die seit Jahrhunderten bekannten, projektilverschießenden Schnellfeuer-Maschinenkanonenbatterien die übliche Abwehrwaffe gegen einkommenden Raketenbeschuss. Dabei werden schlicht so viele Granaten oder einfache Projektile abgefeuert, dass sie eine Wand aus Stahl im Flugweg der angreifenden Raketen bilden. Bei den immens hohen Geschwindigkeiten, mit denen sich Rakete und Projektil einander annähern, wird die Rakete bei einem Treffer einfach zerrissen. Mit der Einführung des Impellerantriebes wurde die Effektivität der projektilgestützten Abwehr jedoch stark eingeschränkt, da ein Impellerkeil von Projektilen nicht durchdrungen werden kann - die Rakete also schwerer zu treffen ist - und impellergetriebene Raketen zudem wesentlich schneller einkommen als ihre Vorgänger mit chemischem oder plasmabasiertem Antrieb. Die Entwicklung des Lasergefechtskopfes entwertete Schnellfeuerkanonen als Mittel zur Raketenabwehr vollends, da Raketen mit Lasergefechtsköpfen aus einer Entfernung von 20.000 bis 30.000 km angreifen können. Bei dieser Entfernung ist kein ballistisches Geschoss in der Lage, die Rakete rechtzeitig aufzuhalten.


Lasercluster[]

Das zeitgemäße Abwehrsystem gegen impellergetriebene Raketen ist der Lasercluster.

Lasercluster sind leichte Laser, die gebündelt angeordnet sind (daher der Name). Ein Cluster besteht normalerweise aus 6 bis 8 einzelnen Lasern, die einer gemeinsamen Feuerkontrolle unterliegen und abwechselnd feuern, um die Schussgeschwindigkeit des einzelnen Clusters zu erhöhen. Da sie lichtschnelle Waffen sind, haben sie die nötige Reichweite und Geschwindigkeit, um ihre Ziele auch zu treffen.

Die Kadenz eines Laserclusters lag 1915 PD bei etwa 30 Schuss pro Minute, also einem Schuss alle zwei Sekunden. 1922 PD tragen die modernsten Schiffsdesigns der Royal Manticoran Navy, der Grayson Space Navy und der Haven Navy bereits Cluster, die bis zu 12 Laser aufweisen und deren Kadenz um 50 Prozent höher ist, die also 45 Schüsse pro Minute abfeuern können.

Abwehrzonen.jpg

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