Honor Harrington Wiki
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Schlacht von Sol
Teil von: Solarisch-Manticoranischer Krieg
Datum Januar 1923 PD
Ort Sol System
Grund Beowulf Strike
Ausgang Alliierter Sieg
Folgen Bedingungslose Kapitulation der SLN
Konfliktparteien
Grand Fleet Solarian League Navy
Befehlshaber
Admiral Honor Alexander-Harrington Admiral Walter Kingsford
Admiral Maridors Haeckle
Truppenstärke
500+ Einheiten Ganymed Station
1.120.000+ Raketengondeln
262+ Superdreadnoughts
606 Schlachtkreuzer
69+ Kreuzer
117+ Zerstörer
52+ Logistikschiffe
Verluste
keine 9 Schwere Kreuzer
2 Zerstörer
Alle Superdreadnoughts in Reserve Eins

Die Schlacht von Sol war das finale Gefecht des Solarisch-Manticoranischen Krieges zwischen den kombinieren Flotten der Großen Allianz und der Solarian League Navy. Sie endete mit der größten Niederlage in der Geschichte der SLN, aber bemerkenswerterweise mit einem Minimum an menschlichen Verlusten.


Vorgeschichte[]

Nach dem Beowulf Strike war die Geduld der Großen Allianz am Ende. Die bisherige Strategie, sich defensiv zu verhalten, auf Diplomatie, Blockaden und wirtschaftlichen Druck zu setzen, war gescheitert. Manipuliert vom Mesanischen Alignment ließen Innokentiy Kolokoltsov und die anderen solarischen Mandarine den Krieg immer weiter eskalieren. Sie begruben dabei Prinzipien und Verträge, die die Liga selbst jahrhundertelang verteidigt hatte, stellten die Situation aber gleichzeitig so dar, als ob sie von der Allianz dazu gezwungen würden. Das Alignment tat sein Bestes, diesen Eindruck zu verstärken - so zündete Albrecht Detweiler während Operation Houdini die finalen Selbstvernichtungsladungen in den Alignment-Einrichtungen auf Mesa erst, nachdem die manticoranische Zehnte Flotte die planetaren Orbits besetzt hatte. Dies wurde dann als "manticoranische Barbarei" dargestellt, als direkten Verstoß gegen den Eridianus Erlass. Gleichzeitig erhielt die solare Raumflotte Einsatzbefehle für Operation Buccaneer, die die restlose Vernichtung jedweder Weltrauminfrastruktur neutraler Systeme bis hinunter zu Solarkollektoren und Beibooten befahl und geheime Zusatzbefehle wie Partherschuss enthielten - was letzten Endes fast zwangsläufig den Eridianus Erlass verletzen musste.

Als das Alignment schließlich als Racheakt die SLN benutzte, um in der Schlacht von Beowulf 43 Millionen Menschen zu ermorden, und SLN-Einheiten zuvor in der Schlacht von Hypatia bewusst die Deneber Übereinkünfte verletzten, war der Allianz klar, dass dieser Krieg enden musste. Und zwar sofort! Admiral Honor Alexander-Harrington selbst, die zuvor für Zurückhaltung eingetreten war, stellte klar, dass die Allianz es sich nicht mehr leisten konnte, sich nur zu verteidigen und auf die permanente Eskalation nur zurückhaltend zu reagieren.

Wissend, dass ein direkter Angriff auf das Sol System in jedem Fall verurteilt würde, wurde die gesamte Grand Fleet in Marsch gesetzt. Ihr Befehl: Ausschaltung der SLN im Sol System, Erzwingung der bedingungslosen Kapitulation der SLN, Vernichtung der gesamten militärischen und wirtschaftlichen Systeminfrastruktur und Durchsetzung der Kapitulation der Liga gegenüber den Forderungen der Allianz.


Schlachtaufstellung[]

Grand Fleet

Davon:

    • Kommandierender Offizier: Flottenadmiral Honor Alexander-Harrington (HMS Imperator)
  • GSN - 150 Podnoughts (SD(P))


SLN


  • SLN Command Central, CO Admiral Walter Kingsford
    • 1.000.000+ Raketengondeln
    • 200+ Superdreadnoughts
    • 400 Schlachtkreuzer
    • Unbekannte Anzahl an Kreuzern und Zerstörern


Schlachtverlauf[]

Die Grand Fleet sprang ohne Vorwarnung ins System - und landete praktisch direkt auf dem Schweren Kreuzergeschwader 572, einem Geschwader solarischer Schwerer Kreuzer der Mikasa Klasse, die außerhalb der Hypergrenze ein Manöver abhielten. Noch immer unter dem Eindruck des Beowulf Strikes hielt sich Harrington nicht damit auf, die Kreuzer zu rufen, sondern eröffnete das Feuer. Als die Kreuzer zum Zeichen der Kapitulation die Impellerkeile strichen, brach Harrington den Angriff erst zehn Sekunden vor dem Einschlag der Raketen auf Drängen ihrer Offiziere ab. Die Kreuzer wurden intakt erbeutet, verschwanden aber für die solarischen Sensoren augenscheinlich infolge des Raketenangriffs. Admiral Haeckle, Befehlshaber von Ganymed Station, musste annehmen, Harrington habe die Kreuzer einfach abgeschossen.

Im Anschluss wandte sich Harrington Ganymed Station zu. Hier standen ihr neben der Station selbst 62 Superdreadnoughts, 206 Schlachtkreuzer, 61 Kreuzer und 117 Zerstörer gegenüber, außerdem befanden sich noch mindestens 52 Logistikschiffe im Orbit. Harrington feuerte nur 2700 Raketen ab, Haeckle antwortete mit 720.000 Kataprakt. Die manticoranischen Mark-23 überwanden die massive Verteidigung der Basis und aller Schiffe im Orbit und stürzten sich auf die veralteten Superdreadnoughts, die dekomprimiert und unbemannt in Reserve Eins lagen. Damit sandte Admiral Harrington eine Botschaft an Admiral Haeckle: dass sie Ganymed Station und alle Schiffe unter seinem Kommando nach Belieben zerstören konnte. Tatsächlich waren ein Schwerer Kreuzer und zwei Zerstörer durch Fehlschüsse verloren gegangen, die einzigen wirklichen Verluste in diesem Angriff. Haeckle, der die Botschaft verstand, befahl daraufhin den Abbruch des eigenen Angriffs, doch dieser Befehl kam zu spät, die Raketen würden einschlagen, bevor der Selbstvernichtungsbefehl sie erreichen konnte. Die Grand Fleet indes sprang kurz vor dem Einschlag in den Hyperraum und vermied somit die Konfrontation mit den Raketen. Sieben Lichtminuten von der Station entfernt kehrte die Flotte in den Normalraum zurück und alle Schiffe aktivierten ihre Transponder. Eine weitere Botschaft, wie wenig die Verteidiger eine Gefahr waren. Konfrontiert mit Harringtons Forderungen, der Unhaltbarkeit seiner Position und der Zusicherung, das Personal evakuieren zu dürfen, übergab Haeckle sein Kommando. Die größte und stärkste Raumbasis der SLN war nach nicht einmal einer Stunde gefallen, ohne zuvor auch nur das Geringste bewirken zu können.

Nach dem Fall Ganymeds ließ Admiral Harrington weniger als zehn Prozent ihrer Schiffe zurück, um die Station zu sichern und zog sich hinter die Hypergrenze Jupiters zurück. Dort wartete sie darauf, dass die SLN alle noch verfügbaren Schiffe zusammenzog. Im Anschluss rückte ihre Flotte auf die Hypergrenze des inneren Systems selbst vor, hielt eine Lichtsekunde innerhalb der Grenze ihre Position und Harrington eröffnete Admiral Walter Kingsford, dem Oberkommandierenden der SLN, seine Optionen: Kampf und völlige Vernichtung oder Kapitulation und Überleben seiner Leute. Kingsford, erst unmittelbar vor der Schlacht über die Wahrheit bezüglich des Mesanischen Alignments und dessen Komplott in Kenntnis gesetzt, nahm die Bedingungen an, als Kolokoltov nicht auf seinen Anruf reagierte.


Verluste[]

Grand Fleet

  • keine

SLN

  • 90+ Prozent der in Reserve Eins eingemotteten Superdreadnoughts


Folgen der Schlacht[]

Mit der Kapitulation Haeckles und Kingsfords war die Niederlage der SLN offiziell. Kingsford verweigerte damit praktisch Kolokoltsov und den anderen Mandarinen die Gefolgschaft. Harrington gab Kingsford 96 Stunden Zeit, die Weltrauminstallationen des Systems zu evakuieren und erklärte ihm, sie werde - mit Ausnahme der Wohnhabitate und Energiekollektoren von Erde und Mars - alle Installationen im System zerstören. Von Kingsford forderte sie, seine Schiffe innerhalb der Frist zu zerstören, sobald diese nicht mehr für Evakuierungseinsätze benötigt würden. Auf jedes SLN-Kriegsschiff, das nach Ablauf der Frist noch aktiv sei, würde das Feuer eröffnet. Tatsächlich verlängerte Harrington die Frist noch einmal, nachdem Kingsford und die SLN-Besatzungen sich ehrlich bemüht hatten, die Evakuierungen innerhalb der Frist zu bewältigen.

Nachdem die Frist abgelaufen und alle aktiven SLN-Kriegsschiffe gesprengt worden waren, zerstörte die Grand Fleet wie angekündigt alle Weltrauminstallationen um Venus, Erde und Mars ebenso wie die im Asteroidengürtel und auf Ganymed. Auch sämtliche noch in Reserve liegenden Schiffe der SLN wurden zerstört. Mit dieser Tat sank alles, was im Sol System in den letzten 2000 Jahren errichtet worden war, in Schutt und Asche.

Unmittelbar danach teilte Admiral Harrington der geschockten Systembevölkerung über alle Kanäle mit, warum es so weit gekommen war, präsentierte die Forderungen der Allianz und kündigte an, die Infrastruktur weiterer Systeme zu zerstören, sollte die Liga nicht einlenken. Als Kolokoltsov und die anderen Mandarine ihre Niederlage noch immer nicht eingestehen wollten, ließ Admiral Kingsford sie mit Rückendeckung von Navy, Gendarmerie und Justizapparat verhaften und erklärte die Kapitulation der Liga.

Einige Wochen später kamen die Vertreter der einzelnen Ligawelten wie gefordert zusammen, um der geschlagenen Liga eine neue, zeitgemäße Verfassung zu geben. Die solarischen Protektorate wurden in die Unabhängigkeit entlassen, das Ligaamt für Grenzsicherheit aufgelöst, die SLN aus der Randzone zurückbeordert.

Und obwohl die Schlacht von Sol die gesamte Liga bis in die Grundfesten erschüttert hatte und die Emotionen auf vielen Ligawelten hochkochten, obwohl unmittelbar nach der Schlacht Ablehnung, Widerstand und Wut angesichts der Niederlage weit verbreitet waren, gab es unter den Abgesandten der Ligawelten niemanden, der nicht zumindest insgeheim zustimmte, dass eine Reform der Liga und eine neue Verfassung seit Jahrhunderten überfällig gewesen waren. (HH14)



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