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Als Schutzpanzer bezeichnet man im Honorverse alle Arten von am Körper getragener passiver Schutzausrüstung gegen Handwaffen wie Pulser.

Es existieren drei voneinander unterscheidbare Systeme mit unterschiedlichen "Schutzstufen" für verschiedene Verwendungszwecke


Ballistisches Tuch[]

Die am weitesten verbreitete Form von Schutzkleidung gegen Waffenwirkung ist verbessertes ballistisches Tuch. Eine dünne Lage dieses Tuchs bietet bereits passablen Schutz vor leichten Waffen wie den üblichen Handpulsern. Schussfeste Stoffe werden auch von Adoptierten benutzt, um zu verhindern, dass die Krallen ihrer Baumkatzen die Kleidung durchdringen. Ballistisches Tuch ist vergleichbar mit Kevlar oder anderen Aramid-Materialien. Der große Vorteil liegt darin, dass es individuell formbar und von normalen Kleidungsstücken praktisch nicht unterscheidbar ist - und somit auch von Zivilpersonen unauffällig getragen werden kann. Allerdings bietet ballistisches Tuch keinen Schutz vor Pulsergewehren oder schweren Waffen. Da es zudem darauf ausgelegt ist, die relativ leichten, aber schnellen Pulserbolzen zu stoppen, können altmodische, schwere Pistolenkugeln das Tuch auf kürzeste Distanz durchdringen.


Unmotorisierte Panzerung[]

Royal Marine in Standard Kampfrüstung

Unmotorisierte Körperpanzerung - die Standard-Schutzausrüstung für Soldaten und Sicherheitskräfte - besteht aus einer Vielzahl von ballistischen Tuchschichten und zusätzlichen ballistischen Hart-Protektoren, die mindestens Brust und Rücken und dazu je nach Umfang zusätzlich die Hüfte oder sogar Beine und Arme (mit leichteren Protektoren, um die Bewegungsfreiheit nicht übermäßig einzuschränken) bedecken. Diese Körperpanzerung ist in der Lage, je nach Konfiguration alles bis hin zu mittelschweren Pulserbolzen abzufangen, belastet den Träger aber mit ihrem Gewicht.


Panzeranzug[]

Der manticoranische M21-Panzeranzug in der Sturmkonfiguration mit Drillingspulser

Die ultimative Schutzkleidung ist der motorisierte Panzeranzug. Er erfüllt die Funktion und besitzt den Kampfwert und die Vielseitigkeit von Kampfpanzern des 21.Jahrhunderts CE und heißt deswegen auch so. Im Unterschied zu diesen ist er kompakter, generell luftlandefähig und auch im für Panzer ungeeigneten Gelände einsetzbar (zum Beispiel in unterirdischen Tunneln, Gebäuden oder Raumschiffen). Es handelst sich dabei um ein motorisiertes Exoskelett mit autonomer Energieversorgung, an dem zusätzlich schwere Panzerung, Umweltsysteme und schwere Waffen montiert sind. Zusätzlich verfügt der Panzeranzug über eigene "Muskeln", die die Bewegungen der körpereigenen Muskeln des Trägers verstärken. Er ist praktisch unverwundbar gegenüber leichten Sprengladungen, konventionellen Handgranaten sowie leichten und mittleren Projektilwaffen wie Pulsern oder Schrapnellgewehren. Lediglich plasmabasierte Waffensysteme wie Plasmakarabiner oder Plasmagranaten können einen Panzeranzug mit ihren extrem heißen Geschossen durchdringen und natürlich Explosionen entsprechender Stärke, also zum Beispiel direkte Volltreffer durch schwere Artillerie.

Panzeranzüge können je nach Einsatzzweck konfiguriert werden - als Scout mit leichten Pulsergewehren und erweiterten Sensoren genau so wie als schwerer Sturmanzug mit Plasmakanonen. Sie besitzen Kontragravsysteme und bewegen sich üblicherweise in langen, gestrecken Sprüngen vorwärts. Die Konfiguration beeinflusst auch die Ausdauer bzw. Reichweite der Anzüge, da Energie in Speicherzellen mitgeführt und von Anzug, Sensoren und Waffen verbraucht wird. In der Standartkonfiguration mit schwerer Waffe beträgt die Standzeit unter anhaltenden Kampfbedingungen vier Stunden. Die Scoutkonfiguration ohne schwere Waffen und Munition, dafür mit Extrabatterien und verbesserten Sensoren kommt auf 50 Stunden. Dafür ist die offensive Kampfkraft dieser Konfiguration nur wenig größer als die eines Marines in unmotorisierter Panzerung, da "nur" einläufige 4mm-Pulser oder Plasmagewehre mitgeführt werden. HH1

Der Nachteil von Panzeranzügen besteht darin, dass die direkte Wahrnehmung des Trägers durch die Panzerung und den Helm merklich eingeschränkt wird und er sich voll und ganz auf seine Sensoren sowie die Ortungsmeldungen verbündeter Kräfte verlassen muss, um Dinge neben oder hinter sich wahrzunehmen. Zudem ist die Beweglichkeit im Vergleich mit einem ungepanzerten Menschen in engen Umgebungen stark eingeschränkt. Und ein Panzeranzug ist - abgesehen von der Scoutkonfiguration - nicht unbedingt für unauffälliges, sondern eher für "direkteres" Vorgehen konzipiert und somit vor allem auf kurze Distanz (üblich beim Kampf in beengten Umgebungen) kaum zu übersehen, während ein ungepanzerter Mensch sich immerhin verbergen kann. Nicht bekannt ist, wie sich der Panzeranzug auf den Träger auswirkt, hat die Vorstellung, in einem engen, schwer gepanzerten, rundum geschlossenen System zu stecken, doch etwas Klaustrophobisches.

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