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Die Silesian Confederate Navy (SCN) war die bewaffnete Raumstreitmacht der Silesianischen Konföderation.

Die inneren Fliehkräfte der Konföderation führten dazu, dass die Hauptaufgabe des SCN darin bestand, sezessionistische Bewegungen zu unterdrücken. Daher waren die Mittel zur Bekämpfung der umfangreichen Piraterie in der Region sehr begrenzt. Korrupte silesianische Politiker waren auch dafür berüchtigt, SCN-Schiffe an Piraten übergeben zu haben.[1] All diese Faktoren sowie die schlechte Qualität sowohl der Schiffe als auch der Ausbildung machte die konföderierte Marine zu Beginn des 20.Jahrhunderts PD zu einer zweitklassigen Flotte.

Silesianische Kriegsschiffe benutzten das Präfix SCNS (Silesian Confederate Navy Ship)



Struktur und Befehl[]

Das theoretische Oberkommando der SCN befand sich auf der Hauptwelt Silesia, aber es wurde nie genau bestätigt.

Administrativ waren die Streitkräfte der SCN in Sektorkommandos aufgeteilt, die von Kreuzerdivisionen geführt wurden, während die Hauptmasse der silesianischen Schlachtkreuzer im zentralen Silesia Sektor standen. Jeder Sektor-Admiral verfügte über ein großes Maß an Autonomie für die Aufstellung seiner Kräfte. Im Fall knapper Mittel stand es ihm zudem frei, für Dienste wie Eskorte oder Transitfreigaben Gebühren zu erheben, ein System, das der Korruption Tür und Tor öffnet. Offiziell stand jeder Sektor-Admiral unter Aufsicht des jeweiligen Sektorgouverneurs und handelte auf dessen Anweisung. Das geschah tatsächlich von Zeit zu Zeit, aber in der Regel kämpfte der Sektor-Admiral entweder gegen die kriminellen Elemente, die der Sektorgouverneur zur persönlichen Bereicherung nutzte... oder das Füllen von Taschen, vorzugsweise seiner eigenen, war wiederum die Hauptbeschäftigung des Admirals. Im schlimmsten Fall waren sowohl Gouverneur als auch Admiral korrupt, machten gemeinsame Sache oder konkurrierten um den dicksten Anteil an der Beute.

Die schweren Einsatzverbände der SCN bestanden aus Schlachtkreuzern, von denen turnusmäßig zwischen 30 und 35 Prozent in der Werft lagen. Diese Schlachtkreuzer wurden entweder, wenn nötig, einzeln verschiedenen Kreuzerformationen als schwerste Einheit und Kommandoschiff zugeteilt oder operierten als Tiefraumschlaggruppen in Geschwadern von acht Einheiten. Einzeln angetroffene Schlachtkreuzer waren meist veraltete Modelle, die an eine planetare Regierung verkauft worden waren, oder fanden sich bei genauerer Überprüfung auf der Liste der "vermissten" Schiffe.

Die Masse des silesianischen Grenzschutzes und der Patrouillenkräfte bestand aus Schweren Kreuzern, die entweder allein oder in Geschwadern aus vier bis sechs Schiffen operierten. Genau wie die Masse der silesianischen Schlachtkreuzer als schnelle Reaktionskräfte im Silesia Sektor standen, stand die Masse der Schweren Kreuzer bei den jeweiligen Sektorenhauptwelten für den Fall von Sezessionen oder Meldungen über verstärkte Piratenaufkommen. Ein weiterer Grund für diese Konzentration war das tiefe Misstrauen der Sektorgouverneure gegenüber dem Militär, die damit sicherstellen wollten, dass die ihnen zugeteilten SCN-Kreuzer nicht plötzlich "vermisst wurden" und möglicherweise auf der anderen Seite eines Disputes auftauchten.

Leichte Kreuzer, Zerstörer und Fregatten wurden üblicherweise genutzt, um Präsenz zu zeigen und um Handelsschutz zu betreiben. Erste Berichte über abtrünnige Welten stammten für gewöhnlich von diesen Einheiten. Zerstörer wiederum waren der Typ Kriegsschiff, der am häufigsten "verloren ging", um dann in der Hand privater Eigner wieder aufzutauchen, direkt gefolgt von Leichten Kreuzern. Zerstörer wurden auch auf kleineren Werften gebaut und dann an die SCN verkauft, auf diese Weise blieb der Bestand an ausgebildeten Werftarbeitern in diesen Werften erhalten.

Resultierend aus dieser zentralisierten Aufstellung gab es im Gebiet der Konföderation viele Systeme, in denen zur Freude diverser "freiberuflicher Unternehmer" (sprich: Piraten) nur sehr begrenzte Marineabteilungen stationiert waren. Die Abteilung im Telmach System wurde als "Witz" beschrieben, die schwerste Einheit der Abteilung im Schiller System war eine Korvette, die mit Zollpatrouillen (HH6) beauftragt war, und im Zoraster System gab es wahrscheinlich nur einige LACs. (HH10)

Es gab auch Systeme ohne jede Marinepräsenz, wie das Walther System um 1909 PD, das nur eine kleine Zollstation hatte. (HH6) Zudem gab es durchaus auch SCN-Einheiten, die fernab vorgesetzter Kontrolle selbst in Teilzeit der Piraterie frönten... oder dies sogar auf ausdrückliche Weisung von oben taten.

Regierungsmonopol auf Kriegsschiffe[]

Die Zentralregierung der Konföderation war angesichts der andauernden politischen Kernschmelze in der Konföderation zudem verständlicherweise mehr als nur zögerlich, mögliche zukünftige Sezessionisten mit richtigen Kriegsschiffen auszustatten. Sie führte daher ein Verbot für bewaffnete Handelsschiffe ein und weigerte sich, privat gekennzeichnete Kriegsschiffe im silesianischen Raum zu unterstützen. (HHA3, HH10) Auch die silesianischen Protektorate hatten kein Recht, eine eigene Marine zu gründen. (HH6)

Die Präsenz der Kriegsschiffe der Nachbarmächte musste von der Regierung hingegen mangels anderer Optionen zähneknirschend toleriert werden. Sie akzeptierte auch die Basis der andermanischen Flotte im Sachsen System (HH6, HH10) und deren kleine permanente Station im Tyler System. (HHA3) Das manticoranische Hauptmann Kartell bewaffnete seine Passagierschiffe für den silesianischen Raum, was auch erlaubt wurde. (HH6)

Hilfsschiffe[]

Eine Ausnahme vom staatlichen Kriegsschiffmonopol waren die so gennannten Hilfsschiffe. Es gab eine legale Möglichkeit, sie zu erwerben, aber sie waren nur unter der teuren Schirmherrschaft von Regierungsmitgliedern verfügbar. Es war auch bekannt, dass Hilfsschiffe wohl niemals tatsächlich in Anspruch genommen werden würden. Zumindest einige Hilfsschiffe mit silesianischer Freigabe waren selbst Piraten. Zwei Hilfsschiffe gehörten Thomas Bachfisch von Manticore. (HH10)

Logistik[]

Die silesianische Konföderation verfügte über drei große Werften in Silesia selbst, Posnan und Breslau, die Schwere Kreuzer und Schlachtkreuzer bauen können, dazu zwei kleinere Werften bei Zoraster und Saginaw, ausgelegt für Leichte Kreuzer und Zerstörer. Analysen des andermanischen Flottengeheimdienstes kamen zu dem Ergebnis, dass die drei großen Werften für den Bau von Schlachtschiffen aufgerüstet werden könnten, aber es aufgrund von allgegenwärtiger Korruption und Gier zweifelhaft sei, dass die SCN jemals dazu in der Lage wäre. Was viel über die Konföderation aussagt, wenn man bedenkt, dass sie grundsätzlich Schiffe bauen könnte, die technologisch mit denen Havens um 1900 PD vergleichbar sind und das silesiansische Bildungssystem zu diesem Zeitpunkt besser war.

Die Mängel der Silesianischen Marine in der elektronischen Ausrüstung basieren ausnahmslos auf gesellschaftlichen und politischen Gründen. Die resultierenden silesianischen Miltiärdoktrinen führen zu suboptimalen Schiffsentwürfen und Verträge für den Bau neuer Schiffe durchlaufen einen Prozess, der politische Gefälligkeiten und "Investitionsgelegenheiten" anstelle von Effizienz belohnt. Ein weiterer Bremsklotz ist die Konföderierte Versammlung, die sich nie mit einem externen Gegner befassen musste und das Budget beschneidet, wo es nur geht. Außerdem setzt sie gern "Aufsichtskomitees" ein, um die "Kompatibilität" zwischen Vertragsnehmer und Regularien zu "gewährleisten", wenn ein Budget tatsächlich einmal durchgeht. Das Ergebnis sind Schiffe, auf denen oftmals Komponenten verbaut sind, die nicht den geforderten Spezifikationen entsprechen... oder denen ganze Baugruppen bei der Indienststellung fehlen! Viele silesianische Offiziere mit ansonsten brillianten Dienstakten beginnen ihren Weg auf den dunklen Pfaden der Korruption damit, Deals mit planetaren Gouverneuren oder Schiffskartellen auszuhandeln, mit denen sie "Ersatzteile" oder Ausrüstung für ihre Schiffe beschaffen, die gemäß Entwurf verbaut sein sollte, es aber nie war.

Dieser Zustand führt zudem zu einer "Tauschtradition", wenn sich zwei Schiffe aus verschiedenen Sektoren treffen. Clevere Kapitäne lernen schnell, sich mit Dingen einzudecken, die in ihrem vorgesehenen Patrouillengebiet begehrt sind, um etwas zu haben, das sich gegen benötigte Ersatzteile eintauschen lässt. Ein beliebter Insider-Witz unter Ingenieuren und Logistikoffizieren der SCN lautet, dass sie zur mysteriösen Santa Claus Werft abgestellt wurden, einer Raumwerft, die um einen braunen Zwergstern kreist und die aus allen Aufzeichnungen gelöscht wurde. Auf dieser Werft sei es möglich, Ersatzteile und Komponenten durch eine simple Anforderung auf dem normalen Dienstweg zu bekommen, ohne dass einem gesagt wird, ein sichtbar hinter dem Quartiermeister auf dem Regal liegendes Bauteil sei leider nicht mehr verfügbar. Eine Werft, auf der Bestechungsgelder aus Schokolade, Schnaps und Manticoranischen Dollar unnötig sind und wo der Inhalt der gelieferten Box auch tatsächlich mit der Beschriftung derselben übereinstimmt. (SB2)

Schiffe[]

Silesia class 01.png

Die silesianische Marine bestand nur aus leichten bis mittelschweren Schiffen.[2]

Die silesianische Marine gibt schwereren Offensivbreitseiten den Vorzug vor Standfestigkeit und Ausdauer, ein Resultat des taktischen Schwerpunktes auf Einsätzen im Inneren. Die SCN tendiert dazu, Gefechte mit brutaler Feuerkraft zu bestreiten und ihren Gegner schnellstmöglich auszuschalten. Das ist ein deutlicher Unterschied zur Doktrin der Andermaner, die gut gepanzerte Einheiten auf große Entfernung einsetzen und zur manticoranischen Doktrin, die auf eine tief gestaffelte Abwehr und elektronische Kampfführung setzen, um sicher zu stellen, dass ihre Schiffe nicht einfach nur austeilen, sondern die zu erwartende Antwort auch überleben.

Laut Saganami Island Tactical Simulator | Shipbook 2.0 wurden von der SCN mindestens sieben Schiffsklassen um 1900 PD eingesetzt:

1672 besaß die SCN einige moderne Einheiten, die nach der Anti-Piraterie-Kampagne von Commodore Saganami von Piraten erbeutet worden waren. (JIR1) 1880 PD waren einige der älteren Einheiten bereits komplett veraltet. Im 19. und 20. Jahrhundert PD hatte die SCN einheitliche Standards für Sensor- und EW-Systeme, aber diese Systeme waren ihren Gegenstücken aus Manticore oder Haven unterlegen. (HHA3, HH6, HH10, HH11) Kriegsschiffe silesianischen Ursprungs wurden mit mehr und stärkeren Energiewaffen als Raketenwerfern gebaut. [6] Eine Werft mit der Ausstattung zum Bau Schwerer Kreuzer war im Kelch-Cluster im Saginaw Sektor vorhanden. (HH6)

Rangstruktur[]

Siehe: Ränge der Silesian Confecerate Navy

Militäraktionen[]

Die häufigste militärische Aktion des SCN war die Unterdrückung von Rebellen im Zusammenhang mit dem Kampf gegen reguläre und private Flotten.[7] Die anderen militärischen Aktivitäten waren Patrouillen gegen Piraterie (HH6) und der Schutz von Handelskonvois. (HHA4)

Bemerkenswerte Sezessionisten der Konföderation waren:

  • der Rat für ein unabhängiges Prism (CIP) mit seiner Prism-Raummarine. Sie besetzten um 1880 die Hälfte des Prism Systems, weshalb SCN-Verstärkungen aus schweren Kreuzern aus dem Hauptsystem entsandt wurden.
  • die Libau Independence Force, um 1895 PD (SITS)
  • Die Regierung von Andre Warnecke im Kelch, vor 1909 PD. Die SCN brauchte mehr als ein T-Jahr, um sie zu vertreiben. [8] (HH6)
  • das Psyche System im Saginaw Sektor. Ein Aufstand wurde zweimal erwähnt, 1880 PD und erneut um 1909 PD, als die Sachsen Abteilung dort eingesetzt werden sollte. (HHA3, HH6)
  • die Zoraster Freemen. (HHA4)
  • die Logan Freedom Fighters. (HHA4)

Darüber hinaus rekrutierten mindestens drei sezessionistische Regierungen in den Sektoren Breslau und Posnan um 1909 PD Söldner. (HH6)

Beispiele für Betrug und Korruption[]

  • Zusätzliche Lizenzen für Hilfsschiffe waren nur durch politische Schirmherrschaft erhältlich. (HH10)
  • Um 1880 PD wurden leichte Kreuzer und Fregatten wie die PSN Lydia und die PSN Javelin vom Gouverneur des Saginaw Sektors und Commodore Nielsen, dem Kommandeur der Sektormarine, an die Prism-Rebellen verkauft. Zur gleichen Zeit wurde eine Reihe von Zerstörern vom Tumult Sektor ebenfalls an die Prism-Rebellen verkauft. (HHA3)
  • 1919 gelang es dem graysonitischen Geheimdienst, Zugang zu einem vertraulichen Bericht über den Hinterhalt auf eine KAM-Patrouille zu erhalten, der mit Hilfe korrupter SCN-Offiziere geplant worden war. (HHA3)
  • Um 1920 PD wurde festgestellt, dass ein Systemgouverneur und sein örtlicher Marinekommandant ein nicht existierendes Geschwader von Schlachtkreuzern und zwanzigtausend Mitarbeitern als anwesend und im aktiven Dienst aufgeführt hatten, um die Mittel einzustreichen. (HH10)

Unter manticoranischer Kontrolle[]

Die Silesianische Konföderation wurde 1920 PD zwischen dem Anderman-Reich und dem Sternenkönigreich Manticore aufgeteilt. Wie die Andermaner gegenüber den SCN-Einheiten in ihrem Einflussbereich verfuhren, ist unklar.

Die Royal Manticoran Navy errichtete in ihrem Teil einen neuen Flottenbereich namens Silesia Station und ernannte Admiral Mark Sarnow zum kommandierenden Offizier. Sarnow begann mit der Umstrukturierung der nun ihm unterstehenden silesianischen Streitkräfte, indem er die Kommandostäbe der Systeme komplett neu mischte und ältere Einheiten außer Dienst stellte, während die offizielle Schiffsliste aktualisiert wurde.

Es gab viel passiven Widerstand gegen Sarnows Anweisungen, so viele ältere Einheiten außer Dienst zu stellen, und noch mehr gegen die Umbesetzung des Personals. Außerdem war es nicht möglich, fast dreißig Prozent der offiziellen Schiffsliste zu bestätigen. Mindestens die Hälfte, aber wahrscheinlicher zwei Drittel der vermissten Schiffe waren lange vor der Annexion der Konföderation verschwunden, einschließlich eines Schlachtkreuzers, dessen Existenz zweifelhaft war. Einige dieser Schiffe sind tatsächlich verschwunden, aber es wurde vermutet, dass einige von ihnen von Teilzeit- auf Vollzeitpiraterie umgestellt hatten. (HH11)


Externe Links[]

  • HHA3, HH10, HH11, Jaynes, 15-20% der Schiffe waren lange vor 1920 PD verschwunden.
  • Laut SITS, Shipbook 2.0, schickten benachbarte Mächte keine größeren Kriegsschiffe als Schlachtkreuzer, was aureichte, um auch die SCN im Zaum zu halten. (JIR1, HHA3, HH6)
  • Es ist ungewiss, ob dies ein hyperfähiges Kriegsschiff war, das kleiner als eine Fregatte oder eine Art LAC war. (HH6)
  • Der schwere Kreuzer der Telmach Klasse Versimov wurde in Jayne's erwähnt; Schwere Kreuzer, einschließlich kleiner Einheiten, wurden ebenfalls um 1880 PD erwähnt. (HHA3)
  • z.B. Ambuscade und Pirates' Bane, beides bewaffnete und nachgerüstete Ex-Andermanische Vogel- Klasse Flottenversorger mit Schlachtkreuzer-Bewaffnung; Beide Schiffe gehörten Thomas Bachfisch (HH10)
  • Laut SITS-Bildern hatten Silesia-Schlachtkreuzer jedoch 20 Breitseiten-Raketenwerfer und wenige Energiewaffenlafetten, und ein Zerstörer aus dem Kelch war so stark bewaffnet wie ein Zerstörer der havenitischen Bastogne oder City - Klasse.
  • Es war sogar möglich, dass private Flotten mit Schlachtkreuzern bewaffnet waren. (HH10)
  • Zu den Überresten des offiziellen Freibeutergeschwaders gehörten 4 Schwere Kreuzer, 2 Leichte Kreuzer und 6 Zerstörer, die Überreste unter Warneckes Kommando flohen ins Marsh System und wurden später von der RMN besiegt.
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