Honor Harrington Wiki
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Der Solarisch-Manticoranische-Krieg (1921 - 1923 PD) war ein Krieg zwischen der Solaren Liga und zunächst dem Sternenimperium von Manticore, später der Großen Allianz. (HH11, HH12, HH13, HH14, SAG2, SAG3)

Der Krieg wurde in der Solaren Liga beschönigend als "Manticore-Krise" bezeichnet.

Vorgeschichte[]

Solarische Arroganz[]

Das Sternenkönigreich von Manticore hatte wie alle anderen Sternnationen auch seit Jahrhunderten im Schatten der allmächtigen Solaren Liga existiert. Und wie alle anderen Sternnationen auch sah es in der Liga schon lange nicht mehr das strahlende Vorbild und Spitze der menschlichen Zivilisation, als das sich die Liga völlig selbstverständlich selbst sah. Das Sternenkönigreich sah sich stattdessen mit der typisch solarischen Arroganz und Überheblichkeit konfrontiert, mit der die mittlerweile durch und durch korrupte und von Interessengruppen kontrollierte Liga alle anderen Sternnationen entweder als unwichtig, primitiv, rückständig oder schlicht nicht ernst zu nehmen abtat. Dieses Verhalten war zudem auch den interstellaren solarischen Konzernen zu eigen, die die Galaxis praktisch unter sich aufteilten, wo immer dies möglich war. Demzufolge verspürte Manticore auch keinerlei Verlangen, sich der Liga anzuschließen, vor allem nicht auf dem "üblichen Weg", der für die neuen Welten zunächst einmal auf Jahrzehnte den Status eines entrechteten Protektorats vorsah.

Manticores Handelsmacht[]

Gleichzeitig klagten vor allem solarische transstellare Spediteure permanent über die Marktmacht, die der Manticoranische Wurmlochknoten dem Sternenkönigreich verlieh, und diese Verstimmung über die manticoranische Dominanz im interstellaren Handel breitete sich über die gesamte Liga aus. Zudem weigerte sich das Sternenkönigreich immer wieder beharrlich und erfolgreich, sich den gierigen Plänen des korrupten solarischen Ligaamtes für Grenzsicherheit zu unterwerfen und sich widerspruchslos in das ihm langfristig zugedachte Schicksal als Ligaprotektorat zu fügen. Dadurch blockierte das Sternenkönigreich natürlich auch die Gelüste der Ligabürokraten und solarischen Firmen nach der Kontrolle über den Knoten und die aus ihm generierten Einnahmen, die besagte Bürokraten nur zu gern in die eigenen Taschen umgelenkt hätten.

Diplomatische Gefechte[]

Das Sternenkönigreich hatte indes seit jeher gute Beziehungen zu vielen Ligawelten, allen voran Beowulf, und konnte so vorerst die Wogen glätten. Nichts desto trotz bewegte sich das Sternenkönigreich in der Nähe der Solarier auf Zehenspitzen, so lange jemand zurückdenken konnte, aber allen Bemühungen zum trotz war die Liga an sich dem Sternenkönigreich nicht gewogen. Dies zeigte sich vor allem, als solarische Konzerne vor und zu Beginn des Ersten Havenkrieges völlig selbstverständlich der Volksrepublik Haven aktuelle solarische Militärtechnologie verkauften und es massiven diplomatischen Druck seitens der Regierung Cromarty bedurfte, um die Liga dazu zu bringen, widerwillig und wutschaubend über die "Arroganz" einer "unbedeutenden Neobarbarennation" ein Embargo bezüglich des Technologietransfers - gegen beide Seiten - zu verhängen. Dieser manticoranische Erfolg verschärfte die traditionelle solarische Abneigung weiter.

Anti-manticoranische Berichterstattung[]

Ein weiterer Faktor war die solarische Medienlandschaft. Vor den ersten havenitischen Angriffen auf Hancock Station und Jelzins Stern hatten die solarischen Medien über den drohenden Konflikt überraschenderweise mit einer fast neutralen Haltung berichtet. Ein Teil hatte sogar eine manticorefreundliche Position eingenommen, und das Sternenkönigreich hatte der Sichtweise dieses Teils auf das "mutige, kleine Manticore" über seine PR-Organe bewusst in die Hände gespielt. Im Hintergrund stand jedoch weiterhin die grundlegende solarische Verstimmung, und als der Erste Havenkrieg schließlich ausbrach, trat sie in den Vordergrund. Als die Royal Manticoran Navy unerwartet eine Schlacht nach der anderen gewann, erweckte dies bei vielen Solariern den Eindruck, Manticore sei die überlegene Partei und von hier war es (für viele) nur noch ein kurzer Weg, das Sternenkönigreich zum Aggressor zu machen. Es dauerte folglich auch nicht lange, bis die solarischen Medien auf eine klar prohavenitische Haltung umschalteten. Die solarische Voreingenommenheit ging so weit, dass der (wie sich zeigen sollte: berechtigte) Eindruck entstand, dass es innerhalb der solarischen Medienlandschaft eine ferngesteuerte manticorefeindliche Lobby gab. Das Sternenkönigreich hatte daher beständig dagegen anzukämpfen, dass die solaren Medien unkritisch havenitische Propaganda wiederholten. Die Versuche des SKM, die krassesten und unverschämtesten Fehldarstellungen zu entlarven und eine gegenteilige Auffassung, basierend auf akkuraten Fakten, zu präsentieren, erzürnte die selbsternannten Herrinnen und Herren des solarischen Etablissements natürlich über alle Maßen. Dass die havenitische Propaganda so genehm zu ihrer Abneigung gegen Manticore passte, führte zusammen mit ihrer rachsüchtigen Wut, dass jemand es tatsächlich wagte, ihre Version der Wirklichkeit anzuzweifeln, zwangsläufig zu Konsequenzen. Hinzu kamen die mächtigen Interessengruppen sowohl innerhalb der Ligabürokratie als auch ihrer Wirtschaftskreise, die ganz eigene Gründe hatten, Manticore als so finster wie möglich darzustellen.

Regierung High Ridge[]

Und dann betrat die Regierung High Ridge die politische Bühne, die dem denkbar negativsten Zerrbild, das ein Solarier vom Sternenkönigreich haben konnte, nicht besser hätte gerecht werden können, wenn sie gezielt darauf hingearbeitet hätte. Der Untergang der Volksrepublik, die Restitution der alten, demokratischen Republik Haven, High Ridges Verweigerung ernstgemeinter Friedensverhandlungen - oder der Aufhebung der kriegsbedingten Erhöhungen der Knoten-Transitgebühren für solarische Schiffe und der Umstand, dass weder High Ridge noch seine Außenministerin Descroix irgendeine Notwendigkeit sahen, die solarische Öffentlichkeit auf ihre Seite zu ziehen, führte zu vorhersehbaren katastrophalen Ergebnissen, was die solarische Medienberichterstattung über das Sternenkönigreich anging.

Talbott Sternhaufen[]

Mit der Entdeckung des Lynx Terminus des Knotens eröffnete sich dem Sternenkönigreich zudem der Zugang zu einer Region der Randzone, auf die das Ligaamt bereits gierige Blicke geworfen hatte: den Talbott-Sternhaufen. Dessen Welten nutzten die Chance und ersuchten offiziell um Beitritt zum Sternenkönigreich, anstatt sich brav vom Ligaamt schlucken und ausbeuten zu lassen. Dies durchkreuzte offen die Pläne der solarischen Bürokraten, die äußerst verärgert reagierten, Manticores Expansion als "ungerechtfertigten aggressiven Imperialismus" bezeichneten und dem Sternenkönigreich entrüstet unterstellten, die Beitrittsersuchen gefälscht zu haben. Unnötig zu erwähnen, dass das Ligaamt dabei Manticore ironischerweise einer Vorgehensweise bezichtigte, die es selbst völlig selbstverständlich regelmäßig praktizierte, um sich "pflückreifer" Welten zu bemächtigen. Der solarische Eindruck von Manticore als imperialem Aggressor wurde indes noch verstärkt durch die Art und Weise, in der das Sternenkönigreich zusammen mit dem Andermanischen Kaiserreich bei Ausbruch des Zweiten Havenkrieges die seit Ewigkeiten schwärende Silesia-Frage löste, indem die beiden Mächte die seit jeher handlungsunfähige Silesianische Konföderation kurzerhand unter sich aufteilten.

Mesanische Manipulation[]

Die Expansion Manticores in den Sternhaufen rief zudem das Mesanische Alignment auf den Plan, denn vom Sternhaufen aus konnte die Royal Manticoran Navy nun problemlos den Planeten Mesa erreichen, ohne zuvor den Umweg über die Wurmlochverbindungen in Beowulf und Visigoth - also durch solarisches Gebiet - zu nehmen. Das Alignment war daher nicht gewillt, Manticores Präsenz zu dulden und manipulierte nun seine solarischen "Freunde" dahingehend, dass diese beschlossen, Manticore wieder zu vertreiben und idealerweise dabei dem Ligaamt einen Grund zu liefern, die solarische Grenzflotte loszuschicken, um den Sternhaufen (und am Besten auch gleich das ganze Sternenkönigreich) "zu befrieden".

Als die verdeckten Operationen, mit denen der Sternhaufen destabilisiert und "Aufstände lokaler Freiheitskämpfer" losgetreten werden sollten, jedoch spätestens mit der Schlacht von Monica scheiterten und Manticore nur noch mehr auf die Unterstützung der lokalen Regierungen bauen konnte, fasste das Alignment den Plan, die Solare Liga vollends auf Kollisionskurs mit dem Sternenkönigreich zu bringen. Deswegen sorgte es dafür, dass eigens ausgewählte solarische Offiziere mit ihren Kommandos in den Madras Sektor, die solarische Grenzregion zum Sternhaufen verlegt wurden, bei denen sicher war, dass sie bei "Beobachtermissionen" im Sternhaufen für die gewünschten Zwischenfälle sorgen würden.

Der Krieg wurde vom Mesanischen Alignment nun in voller Absicht als Reaktion auf die Expansion Manticores in den Talbott Sternhaufen provoziert. Gleichzeitig plante das Alignment, zuerst Manticore und dann die Solare Liga über diesen Konflikt zu zerstören und damit die finale Phase des jahrhundertealten Plans zur Erschaffung einer neuen Ordnung im von Menschen besiedelten Raum einzuleiten. Das Alignment stützte sich dabei in der Anfangsphase auf Helfershelfer im solarischen Ligaamt für Grenzsicherheit sowie Sternnationen wie die Republik Monica und die Republik New Tuscany. Dabei spielte das Alignment zu seinem Vorteil mit bestehenden Ressentiments, Begehrlichkeiten und politischen Konstellationen.

Eskalation[]

Den Auftakt machte New Tuscany, die einzige Welt des Sternhaufens, die aufgrundd er Korruption ihrer oligarchischen Eliten nicht Teil des neuen Sternenimperiums von Manticore werden würde. Nach offiziellen "Beschwerden" New Tuscanys über "manticoranische Repressalien" entsandte die SLN Admiral Josef Byng mit zwei Schlachtkreuzergeschwadern nach New Tuscany, um der lokalen Regierung gegen besagte "manticoranische Provaktionen beizustehen und diese zu untersuchen". Auf Betreiben das Alignments war zudem mit Josef Byng ein manticorefeindlicher, letztendlich inkompetenter Schlachtflotten-Admiral als Geschwaderchef einer Grenzflottenformation eingesetzt, ein absolut unübliches Prozedere. Und Byng verhielt sich dann auch genau so, wie das Alignment es erwartet hatte: Er drückte bei der ersten Gelegenheit den Abzug...

Siehe hierzu auch: Schlacht von Monica, Mesanischer Krieg


Kriegsverlauf[]

Der Auftakt[]

Der Krieg begann mit dem New Tuscany Zwischenfall. Byng reagierte hier wie erwartet, nachdem die lokale Raumstation über New Tuscany von einer vom Alignment platzierten Atombombe mitsamt ihrer 40.000 Bewohner vernichtet worden war: Er unterstellte den Manticoranern, die Raumstation zerstört zu haben und befürchtete allen Ernstes, dass drei Zerstörer auf Energiedistanz seine 16 Schlachtkreuzer angreifen würden. In Panik befahl er seinem Flaggkommandanten, das Feuer zu eröffnen, dieser konnte trotz energischstem Widerspruch nicht zu Byng durchdringen und führte den Befehl schließlich widerstrebend aus. Das Ergebnis war ein Massaker, als die drei nicht gefechtbereiten Zerstörer auf kürzeste Distanz von den Energiebatterien der solarischen Schlachtkreuzer zerfetzt wurden.

Als Reaktion auf diesen warnungslosen (und unbegründeten) Angriff marschierte die manticoranische Zehnte Flotte nach New Tuscany. Dort zerstörte sie das solarische Flaggschiff und zwang die verbliebenen Schiffe zur Kapitulation, nachdem Byng sich geweigert hatte, sein Kommando zu übergeben und stattdessen einen aggressiven Ausbruchsversuch unternommen hatte - mit dem Ziel, seinen Vorgesetzten von der "manticoranischen Aggression" (und Aufmüpfigkeit) zu berichten und so endlich den Ligabürokraten den Vorwand für die SLN zu liefern, mit dem Sternenkönigreich ein für alle mal aufzuräumen.

Eskalation im Talbot Quadranten[]

Als Reaktion auf die Zerstörung von SLNS Jean Bart attackierte SLN-Schlachtflottenadmiral Sandra Crandall mit der solarischen Task Force 496 das Spindle System, wurde dort aber von der Zehnten Flotte vernichtend geschlagen. Crandall war ebenfalls durch verdeckte Einflussnahme des Alignments in einer Position, von der aus sie ohne Autorisierung durch höhere Stellen ihren Angriff unternehmen konnte. Wie Byng gehörte auch sie zum manticorefeindlichen Entablissement in der SLN und vertrat die Position, dass die SLN jedes Anzeichen von Aufmüpfigkeit unter den "Neobarbaren" sofort niederknüppeln müsse. In typisch solarischer Arroganz marschierte Crandall ins Spindle System, forderte ohne Kriegserklärung die Kapitulation der Zehnten Flotte sowie die Auslieferung von RMN-Admiral Michelle Henke wegen vielfachen Mordes. Sie erklärte zudem, dass sie beabsichtigte, Spindle zu besetzen und dem Ligaamt die Kontrolle zu übergeben, damit dies eine "faire und unvoreingenommene Untersuchung" der Beitrittsverhandlungen unternehmen könnte.

Für den Fall, dass sich die Zehnte Flotte ihren "völlig angemessenen Forderungen" nicht fügen würde, machte Crandall auch klar, dass sie in diesem Fall das Feuer eröffnen, alle manticoranischen Schiffe vernichten und Marines auf dem Planeten landen würde. Die Zehnte Flotte fügte sich nicht... und Crandalls Einsatzgruppe rannte in der folgenden Schlacht von Spindle in eine Raketenwand, wie sie noch kein solarischer Offizier je gesehen hatte.

Siehe hierzu Zweite Schlacht von New Tuscany, Schlacht von Spindle.

Fall Laocoon[]

Nachdem nach der Schlacht von Spindle alle diplomatischen Initiativen Manticores bei den wahren Machthabern der Liga (den Permanenten leitenden Untersekretären, inoffiziell auch Die fünf Mandarine genannt) auf taube Ohren stießen und das Sternenimperium immer stärker als "aggressiver Expansionist" dargestellt wurde, aktivierte die manticoranische Admiralität den "Fall Laocoon" und die damit verbundene Operation:

Die zuerst aktivierte Phase Eins bedeutete den vollständigen Rückzug der gesamten Royal Manticoran Merchant Marine aus dem solarischen Raum, auch unter Einsatz militärischer Kräfte, mit denen zeitweise Wurmlochbrücken unter Gewaltandrohung geöffnet und manticoranische Handelsschiffe gegen solarische Einheiten geschützt wurden. Dieser Rückzug stellte einen massiven Schlag für die Wirtschaft der Liga dar, da die RMMN in praktisch jede Transportroute und -bewegung irgendwo involviert war und die Liga selbst, deren Transportkartelle sich zwar beständig beschwerten, aber natürlich keine Schiffe für den Fall der Fälle vorhielten, die entstehenden Lücken nicht mit eigenen Schiffen schließen konnten. Da die Öffentlichkeit der Liga über die wahren Sachverhalte nicht informiert war, konnten die Mandarine dies als weitere Aggression Manticores gegen die Liga darstellen. Manticores Absicht, auf die Mandarine Druck auszuüben, damit diese an den Verhandlungstisch kämen, hatte keinen Erfolg.

Mit der aus der weiteren Zunahme der Spannungen resultierenden Aktivierung von Phase 2 wurde der Manticoranische Wurmlochknoten für jeglichen solarischen Schiffsverkehr mit Ausnahme von Kurierbooten und Schiffen der solarischen Nachrichtenagenturen gesperrt. Zugleich begann die RMN mit der Besetzung und Sperrung aller erreichbaren Wurmlochbrücken und -knoten. Damit wurde das ohnehin schon strapazierte Transportnetzwerk innerhalb der Liga praktisch zerschlagen. Auch dieser Schritt wurde von der solarischen Öffentlichkeit als Aggression seitens Manticore wahrgenommen.

Unternehmen Wütende Gerechtigkeit[]

Nach den beiden Niederlagen bei New Tuscany und Spindle, die die solarischen Bürokraten und das solarische Oberkommando so nicht stehen lassen konnten, plante die SLN einen direkten Angriff auf das Manticore System, um das "aufmüpfige Sternenkönigreich" für seine Unverschämtheit, der allmächtigen Liga die Stirn zu bieten, zur Rechenschaft zu ziehen und zu vernichten. Für diesen Zweck wurde Task Force 891 abgestellt. Dieser Superdreadnoughtverband befand sich - ebenfalls aufgrund mesanischer Manipulation - zufällig bereits in "günstiger Ausgangsposition" auf einem Manöver in der Randzone - dem Ersten seit Jahrhunderten, bei dem solarische Wallschiffe in größerer Zahl außerhalb der Inneren Liga standen. Dieser Verband unter dem Kommando von Flottenadmiral Massimo Filareta sollte nun mit weiteren Superdreadnoughts verstärkt, mit von Technodyne Industries gelieferten Raketengondeln ausgestattet werden und als Elfte Flotte die Operation "Wütende Gerechtigkeit" durchführen. Der solarische Plan sah vor, die knapp 400 Wallschiffe starke Flotte direkt ins Manticore System zu schicken, die bedingungslose Kapitulation der RMN und der manticoranischen Regierung zu fordern und diese Forderung falls nötig auch mit Waffengewalt zu erzwingen. Selbstverständlich würde das Territorium des Sternenkönigreichs im Anschluss an Manticores unvermeidliche Niederlage der gütigen Verwaltung durch das Ligaamt unterstellt werden... und natürlich (endlich) auch der finanziell so lukrative Manticoranische Wurmlochknoten.

Yawata Strike[]

Zur Freude der solarischen Bürokraten verwüstete der mysteriöse Yawata Strike (die mesanische Operation Oyster Bay) unerwartet die Systemindustrie des Manticore Systems. Die SLN schlussfolgerte, dass die Systemverteidigung in Trümmern liegen musste, denn um solchen Schaden anzurichten, musste der Gegner sich logischerweise durch die Royal Manticoran Navy gesprengt haben und das Sternenkönigreich somit kaum noch verteidigungsfähig sein. Auf die Idee, sich zu fragen, wer skrupellos genug war, mal eben sieben Millionen Menschen in solch einem gegen den Eridianus Erlass verstoßenden Angriff zu töten, kamen die solarischen Entscheidungsträger indes nicht mehr. Moralisch völlig bankrott und in ihrem eigenen Weltbild gefangen, in dem alles, was Manticore sagte von vornherein nicht der (also ihrer) Wahrheit entsprach, sahen sie nur noch eine günstige Gelegenheit, sich das verhasste Sternenimperium vom Hals zu schaffen.

Das Sternenimperium wurde derweil nicht müde, auf die rätselhafte Natur des Angriffs hinzuweisen, seine Sicht der Dinge zu verlautbaren, die SLN vor einem Angriff zu warnen und über alle Kanäle die Bereitschaft zu diplomatischen Gesprächen zu verkünden - allerdings nicht aus Angst oder Schwäche, sondern weil es eine weitere Eskalation mit den unvermeidlichen Kosten an Menschenleben vermeiden wollte. Jedoch stießen die Bemühungen weiterhin auf taube Ohren, die Ligabürokratie hatte ihr Urteil bereits gefällt und das Sternenimperium stand auf ihrer Abschussliste.

Die Schlacht von Manticore[]

Währenddessen war die manticoranische Regierung über "schwarze" Kanäle inoffiziell von Beowulf über den nun unmittelbar bevorstehenden solarischen Angriff informiert worden. Die manticoranische Admiralität zog alle verfügbaren Schiffe zusammen, gleichzeitig informierte man die Mandarine offiziell, dass man Bescheid wisse. Die manticoranische Regierung forderte die Liga auf, einen Repräsentanten mit Befehlsvollmacht ins Manticore System zu entsenden, um den Angriff abzublasen, und warnte vor den ansonsten katastrophalen Konsequenzen für die SLN. Nach wie vor schenkten die Verantwortlichen in der Liga den vorliegenden Berichten keinen Glauben.

Der solarische Angriff auf das Manticore System schlug in einer katastrophalen Niederlage fehl: In der Erwartung, in ein verwüstetes System ohne nennenswerte Verteidigung einzumarschieren, stieß die Elfte Flotte nicht nur in ein, sondern in gleich drei Hornissennester. Nicht nur die Royal Manticoran Navy stellte sich ihr frontal in den Weg, sondern auch die Grayson Space Navy... und die Haven Navy machte hinter ihr den Sack zu. Die Zweite Schlacht von Manticore wurde zum kompletten Desaster für die SLN, und als wäre dies noch nicht verheerend genug, stellte sich im Sigma Draconis System die Beowulf System Defense Force, die Flotte einer Ligawelt, mit manticoranischer Unterstützung einem weiteren solarischen Verband in den Weg, der durch den Wurmlochknoten angreifen sollte. Die Große Allianz gab sich zu erkennen und bot der Liga offen die Stirn. Am Ende des Tages hatte die solare Navy die bis dato verheerendste Niederlage ihrer Geschichte erlitten und das Sternenkönigreich stellte zusammen mit der Allianz offiziell den Kriegszustand mit der Liga fest. Die als nächster Schritt vorgesehene Entsendung von 600 solarischen Superdreadnoughts mit kompletter Abschirmung wurde angesichts der Chancenlosigkeit des Vorhabens ausgesetzt. Währenddessen schäumte die Regierung Beowulfs angesichts des Verhaltens der Ligabürokraten, vor allem, als diese Beowulf auch noch Verrat unterstellten, weil es die SLN-Schiffe daran gehindert hatte, ins massive Kreuzfeuer der manticoranischen Knotenforts zu segeln - Knotenforts, die darauf ausgelegt waren, jedes für sich mehrere hundert modernste Podnoughts abzuwehren und für die die veralteten solarischen Superdreadnoughts nicht mehr waren als Zielscheiben.

Die Sezession Beowulfs[]

Konfrontiert mit der Erkenntnis, dass ein Angriff auf Manticore oder ein anderes Mitglied der Großen Allianz praktisch Selbstmord war und der gigantische SLN-Schlachtwall nur noch Schrottwert hatte, sahen sich die Mandarine in der Zwickmühle. Einerseits mussten sie Zeit gewinnen, um technisch gleichzuziehen, andererseits durften sie nicht schwach erscheinen. Verkompliziert wurde die Situation dadurch, dass der Krieg seitens der Liga nicht offiziell erklärt worden war und es durchaus Liga-Welten gab, die in Manticore nicht den Aggressor sahen, als den die Mandarine und die solarischen Medien es zeichneten. Besonders gefährlich für die Mandarine war die Position Beowulfs, das sich während des Manticore-Desasters offen gegen die Liga-Bürokratie gestellt und der solarischen Einsatzgruppe den Transit durch den Beowulf-Terminus des Manticoranischen Wurmlochknotens verwehrt hatte. Folglich lenkten die Mandarine den Unmut der Öffentlichkeit nun auf Beowulf um, bezichtigten die Systemregierung gar des offenen Verrats an der Liga und der Elften Flotte. Beowulf reagierte darauf mit der Ankündigung eines planetenweiten Referendums über den Verbleib in der Solaren Liga.

Beowulfs Ankündigung der Sezession hatte einen durchschlagenden Effekt auf die Liga, da sich nun mehrere andere Mitgliedswelten wie Hypatia in die gleiche Richtung bewegten. Die Mandarine sahen sich unter Zugzwang gesetzt. Politisch stellten sie daraufhin das verfassungsgemäße Recht der Mitgliedswelten zur Sezession in Frage, militärisch verlegten sie sich auf eine Strategie der Nadelstiche. Letzterer Vorschlag stammte von Captain Caswell Gweon, dem Leiter des Büros für ökonomische Analysen des solarischen ONI - welcher gleichzeitig insgeheim Agent des Mesanischen Alignments war. (HH13/2)

Denn auch das Alignment war nicht untätig geblieben. Insgeheim unterstützte es Technodyne in der Herstellung verbesserter Cataphract-Raketen, die der SLN zugespielt wurden und unternahm Schritte, um Mycroft zu kontern, nachdem es von diesem System erfahren hatte. Gleichzeitig wurden die Informationen aus der Großen Allianz immer spärlicher, denn mit Unterstützung der Baumkatzen begannen die Allianz-Sicherheitsdienste erfolgreich, im großen Stil Alignment-Agenten aufzuspüren und auszuschalten.

Unternehmen Freibeuter[]

Im Juli 1922 PD begann die SLN - wahrscheinlich auf Vorschlag Captain Gweons - mit Unternehmen Freibeuter, einer Terror-Kampagne gegen nicht-alliierte Sonnensysteme und "abtrünnige" Ligawelten, die Beziehungen mit Manticore, Haven oder Beowulf unterhielten. Dabei setzte die SLN in großem Stil auf Schlachtkreuzer, die in Blitzangriffen ihr Ziele erreichen sollten. Gegen wehrlose Randwelten durchaus erfolgreich, erlitten die SLN-Schlachtkreuzer im Kampf gegen alliierte Einheiten verheerende Verluste, so beispielsweise in der Schlacht von Prime und Ajay. Das Unternehmen scheiterte nach geringen Anfangserfolgen und hatte vor allem zur Folge, dass Welten wie Hypatia sich endgültig von der Liga abwandten und sich Beowulf - und damit der Großen Allianz - annäherten. Die SLN reagierte auf die Sezession Hypatias mit einem Angriff auf das System... und in der Schlacht von Hypatia wurde endgültig klar, dass die Liga in ihrer Selbstgerechtigkeit an einem Punkt angelangt war, an dem selbst die grundlegendsten Konventionen nicht mehr galten.

Beowulf Strike[]

1923 PD führte die SLN dann schließlich einen Angriff auf Beowulf selbst aus, nachdem über das Alignment bekannt geworden war, dass das mittlerweile der Großen Allianz beigetretene Beowulf zur alliierten Raketenschmiede geworden war. Das Alignment unterstützte diesen Angriff insgeheim, hatte allerdings wesentlich finsterere Pläne: während der überstürzten Operation Houdini hatte auf Mesa Albrecht Detweiler selbst den Tod gefunden und seine Klon-Söhne sannen auf Rache. Das Alignment schmuggelte Atombomben an Bord der drei größten Habitate im Orbit Beowulfs. Als die SLN angriff, zerstörte das Alignment die Mycroft-Kontrollplattformen, die SLN kam dadurch nahe genug, um ihre Raketen auf die Waffenfabriken abzufeuern. Wider Erwarten scheiterte der Angriff an "Blockadeschiffen", die die Fabriken mit ihren Impellern abschirmten, nur eine Fabrikplattform ging verloren, zudem operierte der verantwortliche SLN-Flottenkommandant eher defensiv, feuerte seine Raketen frühestmöglich ab und zog sich vorzeitig zurück. Dieser vorzeitige Rückzug bewirkte zusammen mit einer internen Verzögerung des "Vermittlers" beim Einleiten der Zündsequenz eine deutliche zeitliche Separierung zwischen dem solarischen Angriff und der Detonation der Atombomben, wodurch klar wurde, dass es zwei eigenständige Ereignisse waren.

Was als Beowulf Strike in die Geschichte eingehen sollte, hatte massive Auswirkungen. Über 40 Millionen Tote waren zu beklagen und es wurde deutlich, dass die bislang praktizierte alliierte Zurückhaltung nichts bringen würde außer noch mehr Tote. Mit den Mandarinen war nicht zu reden, diese Erkenntnis veränderte die Strategie der Allianz. Admiral Honor Harrington selbst, die einst die Strategie der Zurückhaltung skizziert hatte, formulierte die neue Strategie...

Endspiel[]

Wie diese Strategie aussah, erfuhr die Liga auf drastische Weise: Die Grand Fleet griff in voller Stärke das Sol System selbst an. In der Schlacht von Sol erlitt die SLN die verheerendste Niederlage ihrer gesamten Geschichte - bemerkenswerterweise mit einem Minimum an personellen Verlusten. Die Überlegenheit der Allianz war so gewaltig, dass die SLN keine Chance hatte und die Schlacht bereits nach der ersten Salve mit der Kapitulation der unbeschädigten Ganymed Station, der stärksten Militärbasis der SLN, endete. Im Anschluss vernichtete Harrington die gesamte System-Weltrauminfrastruktur und diktierte der schockierten solarischen Öffentlichkeit die Forderungen der Allianz.

Admiral Kingsford war es, der der Herrschaft der Mandarine den Todesstoß versetzte. Er erfuhr kurz vor der Schlacht von der Manipulation durch das Alignment, akzeptierte Harringtons Forderungen und wandte sich schließlich - um zu retten, was zu retten war - auch gegen die Mandarine, die er mit Rückendeckung der solarischen Justiz verhaftete. (HH14)


Konsequenzen[]

Die Konsequenzen des Krieges waren für die Liga in jeder Hinsicht erschütternd. Die Infrastruktur des Sol-Systems, zwei Jahrtausende der Investitionen, wurde komplett zerstört. Einzig die Solarsatelliten und Wohnhabitate blieben verschont. Sämtliche Protektorate gingen verloren, das Ligaamt für Grenzsicherheit wurde aufgelöst. Die SLN musste sich aus allen nicht-solarischen Systemen und der Randzone zurückziehen. Die Mandarine, die über Jahrzehnte die Politik der Liga bestimmt hatten, sahen sich vor Gericht gestellt - und sie mussten sich nun mit der Tatsache vertraut machen, dass man sie als Kriegsverbrecher betrachtete.


Die wichtigste Konsequenz indes war eine Zusammenkunft der Liga-Repräsentanten, die auf Verlangen der Allianz der Liga eine neue, zeitgemäße Verfassung gaben - mit dem schriftlich verbrieften Recht jedes Mitglieds zum Austritt. Die Liga erlebte damit praktisch einen Neustart.

Für die SLN war der Krieg in jeder Hinsicht verheerend. In allen entscheidenden Bereichen technologisch deklassiert und völlig falsch aufgestellt, erlitt die solarische Flotte verheerende Verluste, wann immer sie auf alliierte Einheiten traf. 556 Superdreadnoughts und 546 Schlachtkreuzer gingen im Gefecht verloren, dazu über 100 Kreuzer und Zerstörer.

Die SLN ging aufgrund einer fehlenden Kriegserklärung mit ihrer Friedensstärke von 27.400.000 tatsächlich raumfahrenden Soldaten in diesen Konflikt. Bis zur Schlacht von Hypatia (in der noch einmal 180.000 bis 200.000 Verluste dazukamen) verlor sie über 5.000.000 Flottenangehörige an Toten, Verwundeten und Gefangenen, über 20 Prozent ihres raumfahrenden Personals. Solche Verlustraten hatte keine der in den von 1905 bis 1921 PD tobenden Havenkriegen kämpfenden Parteien je hinnehmen müssen. Wie deklassiert die SLN war, zeigt sich auch daran, dass die Allianz in diesem Krieg im direkten Gefecht gegen die zahlenmäßig um ein Vielfaches überlegene SLN gerade einmal sieben Schiffe verlor, die größer als ein LAC waren, das größte davon ein Schlachtkreuzer der Nike Klasse.


Strategien[]

Solarische Strategie

Die solarische Strategie war zu Beginn einfach, primitiv, phantasielos und basierte auf veralteten Doktrinen sowie zahlenmäßiger Überlegenheit. Entstanden unter der schon institutionell zu nennenden Arroganz der SLN war die solarische Strategie dem Zeitalter moderner, gondelgestützer Raketengefechte in keiner Weise angemessen.

Die SLN plante, das Sternenimperium durch klassische Frontalangriffe mit Wellen von Superdreadnoughts einfach zu überrollen. Ziel der Angriffe waren dabei die Hauptsysteme der einzelnen Quadranten des Sternenimperiums - Spindle im Talbott Quadranten und Manticore als imperiale Hauptwelt selbst. Das Oberkommando der SLN rechnete damit, dass das Sternenimperium nach den schweren Verlusten durch Operation Oyster Bay - sollten die "völlig übertriebenen und schwarzmalerischen" Berichte über manticoranische "Superwaffen" wider Erwarten doch wahr sein - höchstens die erste Angriffswelle abwehren könnte und spätestens vor der zwoten Welle mangels Munition die Waffen strecken müsste. Danach war die Besetzung des Sternenimperiums und die Umwandlung in ein solarisches Protektorat geplant. Eine eigene Niederlage war in der solarischen Strategie selbstverständlich nicht eingeplant, der mögliche Verlust mehrerer hundert Wallschiffe in der ersten Welle - mit zehntausenden Besatzungsangehörigen - wurde von den Mandarinen als akzeptabel erachtet (was nebenbei zeigt, wie wenig den Mandarinen das Leben ihrer eigenen Soldaten wert war).

Nach der verheerenden Niederlage in der Zwoten Schlacht von Manticore musste die SLN einsehen, dass ihr Multibillionentonnen schwerer Schlachtwall sich durch die Versäumnisse der letzten 50 Jahre in Multibillionentonnen wertlosen Schrotts verwandelt hatte und Multibillionen Credits vergeudet worden waren. Anstelle der massiven Frontalangriffe trat nun eine aus der Hilflosigkeit geborene Strategie der Nadelstiche, bei denen manticoranische Positionen im solarischen Raum mit Schlachtkreuzergeschwadern angegriffen werden sollten. Gleichzeitig sollten schwächere Handelspartner und Peripheriesysteme der Großen Allianz angegriffen werden, um eine Kräfteverteilung zu erzwingen. Dabei bevorzugte die SLN den Schlachtkreuzer, weil dieser Schiffstyp gegen die Flotten der Großen Allianz die gleichen Überlebenschancen hatte wie ein solarischer Superdreadnought - nämlich keine. Allerdings waren sie schneller, benötigen jeder für sich weniger Personal, waren zahlreich verfügbar und der Verlust von Schlachtkreuzern war der uninformierten solarischen Öffentlichkeit leichter zu verkaufen als der reihenweise Verlust "unbezwingbarer" Superdreadnoughts. Man hoffte, so gegenüber Manticore ein gewisses Maß an "zurückhaltender" Initiative zu gewinnen und "Besonnenheit" zu zeigen, indem man auf den Einsatz der "unbezwingbaren" Schlachtflotte verzichtete. Doch auch hier waren die Mandarine weiterhin bereit, die eingesetzten Schiffe mitsamt ihren Besatzungen zu opfern.

Buccaneer zeigte dann sehr schnell, dass diese Strategie auch nur dann funktionierte, wenn keine alliierten Einheiten präsent waren. Waren sie präsent, erlitten die solarischen Schlachtkreuzer verheerende Verluste.


Manticoranische Strategie

Die manticoranische Strategie trug der numerischen Unterlegenheit der RMN sowie den langfristigen Folgen Rechnung und war wesentlich vielschichtiger als die solarische Strategie.

Admiral Honor Harrington formulierte diese Strategie 1921 PD vor der Königin und deren engsten Beratern. Die manticoranische Strategie umfasste demnach

  • den Rückzug aller manticoranischen Handelsschiffe aus dem Ligaraum, was der solarischen Wirtschaft durch die Dominanz der RMMN im Transportgeschäft schwere finanzielle Verluste einbringen wird und die Ligawelten auf Jahre teilweise voneinander isoliert.
  • die Eroberung und Blockade aller erreichbaren Wurmlochverbindungen und deren Termini im Gebiet der Solaren Liga, um den verbleibenden solarischen Handel zum Erliegen zu bringen, weiträumige Bewegungen der SLN zu erschweren und die eigene strategische Beweglichkeit zu erhöhen.
  • Tiefraumschläge gegen solarische Werften, R&D-Zentren sowie inaktive solarische Flottenverbände, um die numerische Überlegenheit der SLN sowie deren Fähigkeit, Neubauten zu fertigen und fortschrittlichere Technologien zu entwickeln, schnellstmöglich einzuschränken oder gar zu neutralisieren.
  • Die systematische Vernichtung aller aktiven SLN-Flottenverbände - und wenn nötig auch deren Personal.
  • Die Vernichtung der moderneren bzw. größeren Systemverteidigungsflotten einzelner Mitgliedswelten der Liga.
  • Die Unterstützung von Sezessionsbewegungen innerhalb der Solaren Liga.

Generell war die Strategie defensiv ausgerichtet. Weder war die Besetzung solarischer Systeme geplant (das lag schon personell außerhalb der Möglichkeiten), noch die Vernichtung von Systeminfrastrukturen. Der manticoranischen Führung war dabei bewusst, dass der Krieg entweder mit der Vernichtung des Sternenimperiums oder dem Untergang der Solaren Liga enden MUSSTE. Die Liga war zu groß und zu mächtig, ihre bürokratischen und wirtschaftlichen Eliten zu korrupt und vor allem zu arrogant und überheblich, um im Falle einer Niederlage nicht auf Vergeltung aus zu sein. Somit konnte das Sternenimperium nur dann langfristig überleben, wenn die Liga zerschlagen und durch Nachfolgestaaten ersetzt würde, die einzeln nicht stark genug sind, um das Sternenimperium zu bedrohen.

Langfristig trachtete das Sternenimperium dabei danach, sich so viele dieser Nachfolgestaaten wie möglich zu Freunden zu machen, um so Alliierte zu gewinnen und den Rest wenigstens als wohlwollende Neutrale zu hinterlassen. Dieses Ziel setzte der operativen Freiheit der RMN gewisse Grenzen, da es somit nicht in Frage kam, einfach über jedes sich bietende Ziel herzufallen und Brandschneisen durch die Liga zu ziehen.

Mit der Gründung der Großen Allianz zwischen Manticore, Haven, Grayson und weiterer Welten gewann die manticoranische Strategie Spielraum. Nach wie vor auf Zurückhaltung und Defensive ausgerichtet, verhinderte die Allianz die größten Angriffe der SLN während Buccaneer. Nach dem Beowulf Strike änderte sich die Strategie indes schlagartig hin zum entscheidenden Schlag, die Folge war die Schlacht von Sol und das Ende des Krieges.


Mesanische Strategie

Die mesanische Strategie als Puppenspieler hinter den Kulissen war ebenso einfach wie menschenverachtend. Die Liga und das Sternenimperium sollten in einen möglichst blutigen Konflikt gestürzt werden, während das Alignment gleichzeitig die inneren Fliehkräfte der Liga anfeuerte. Der Plan des Alignments sah zunächst vor, dass das Sternenimperium zwischen der SLN und der Haven Navy zermalmt werden sollte - und im Idealfall vor dem eigenen Untergang noch versuchen würde, die Republik Haven auszuschalten, um den Rücken gegen die SLN frei zu haben. Gleichzeitig sollte die Mesan Alignment Navy als Schattennavy im solarischen Raum operieren und durch gezielte Angriffe Angst und Unsicherheit schüren, während die Randzone und besonders die solarischen Protektorate in blutigen Revolten und Aufständen gegen das Ligaamt für Grenzsicherheit mit unvermeidbaren Gegenschlägen der SLN versinken sollten. Zu einem strategisch günstigen Zeitpunkt plante das Alignment dann, die föderale Ebene der Liga politisch zu destabilisieren und mit dem Renaissance Factor als vorgeschobenem Marionettenstaat eine nach außen hin "saubere" und "moralisch gefestigte Alternative zur korrupten Liga" zu bieten.

Die Realität überholte die mesanische Strategie. Zuerst verdampfte die Elfte Flotte vor Manticore, dann wandte sich die manticoranische Zehnte Flotte unerwartet früh gegen Mesa. Operation Houdini musste verfrüht und hastig durchgeführt werden, Albrecht Detweiler verlor sein Leben dabei. Getrieben von Rache und mit dem Scheitern ihrer Pläne konfrontiert verübten seine Söhne einen Massenmord an der Bevölkerung ihres Erzfeindes Beowulf. Anschließend zog sich das Alignment ins Darius System zurück, der Renaissance Factor formierte sich zwar um seine Gründungswelten, da die Liga aber nicht kollabierte, blieb seine Wirkung begrenzt.


Die Rolle Beowulfs[]

Beowulf war von Beginn an - obwohl selbst (noch) Mitglied der Solaren Liga - einer der größten politischen Verbündeten Manticores in diesem Krieg. Beowulf unterstützte die manticoranische Position in der Vollversammlung der Liga, informierte Manticore über die Task Force 891 und ist permanent verantwortlich für die Sicherheit des Sigma-Draconis-Terminus des Manticoranischen Wurmlochknotens. Die Beowulf System Defense Force pflegt engste Kontakte zur Royal Manticoran Navy, ist im Geheimen über alle aktuellen technischen Entwicklungen Manticores vollständig informiert und besitzt Zugriff sowohl auf die Daten als auch die Technologie, die zumindest teilweise bereits adaptiert wurde.

Nach der Zweiten Schlacht von Manticore und seiner Sezession von der Liga wurde Beowulf offizielles Mitglied der Großen Allianz.


Parallele Ereignisse[]

Mit dem mesanischen Angriff auf das Manticore-System und Jelzins Stern (Operation Oyster Bay) wurde den Regierungen Manticores, Graysons und Havens bewusst, dass im Hintergrund ein unbekannter und gefährlicher Gegner operiert, der diesen Krieg bewusst provoziert hatte. In Folge dessen beendeten Haven und Manticore den Zwoten Havenkrieg und schlossen im Jahr 1922 PD ein militärisches Bündnis gegen die Solare Liga, das auf Vorschlag Präsidentin Pritcharts als Große Allianz bekannt ist. (HH13)


Parallelkrieg[]

Während die Große Allianz sich mit der Solaren Liga befasste, liefen zeitgleich Unternehmungen, um das Mesanische Alignment aus seiner Deckung zu zerren. Die alliierten Geheimdienste blickten verstärkt in diese Richtung und auch die Kaiserlich-Andermanische Weltraumflotte und der andermanische Geheimdienst richteten ihre Aufmerksamkeit auf das Alignment.

Als es dem Alignment nicht gelang, die Allianz wie geplant zu einer Offensive gegen die Liga zu verleiten und unerwartet früh auch noch Mesa von der Zehnten Flotte erobert wurde, wobei Albrecht Detweiler ums Leben kam, zog sich das Alignment frustriert und verbittert ins Darius System zurück. Der Beowulf Strike war zu einem guten Teil dieser Situation geschuldet. Unfähig, mit Prometheus fortzufahren und wichtiger Köpfe beraubt, ging es bei diesem Angriff eigentlich nur noch darum, sich an Beowulf, das in den Augen des Alignments ungerechtfertigt obsiegt hatte, möglichst grausam zu rächen.

Siehe: Mesanischer Krieg



Operationen des Solarisch-Manticoranischen Krieges - 1921 bis 1923 PD
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